Reiseetui als Hochzeitsgeschenk

Was ist das passende Hochzeits-Geschenk für ein reisefreudiges Brautpaar? Klar, ein Reiseetui und passende Kofferanhänger (hier geht's zum gratis Schnittmuster für das Reiseetui und zu den Kofferanhänger Freebie + Anleitung).
Und was ist noch cooler? Dass es das erste Mal war, dass ich das Reiseetui thematisch passend beplotten konnte! Auch wenn mich das Projekt ganz schön Nerven gekostet hat. Die Stoffwahl hat es mir nicht wirklich leicht gemacht:  Die Vorderseite sollte zweigeteilt sein, damit oben der Plot drauf passt, und der hübsche Blumenstoff gut zur Geltung kommt. Bis ich mal eine Ecke des Stoffes gefunden habe, der alle Farben, und genug spannenden Rapport drin hatte, hat es eine ganze Weile gedauert. Die Boardkartenfächer wollte ich unbedingt perfekt spiegeln, was mich auch einige Zeit gekostet hat. Denn schließlich will man ja auch so wenig Verschnitt wie möglich haben. Da kann man sich schonmal eine Weile mit beschäftigen. Dafür ist das aber mit Sicherheit das Reiseetui geworden , das am allerordentlichsten gearbeitet ist.




Kurzärmeliges Skaterdress

Kein Sommer ohne Skaterdress!

Erstmal vorab, bevor die ganzen langweiligen Details kommen, eine lustige Story: Als das Kleid fertig war, hab ich es meiner Mama gezeigt, und etwas (zu) selbstkritisch gefragt: "Was meinst du, macht das Kleid schwanger?" (Ich hab mich auf die Raffung direkt über dem Bauch bezogen, die mir im ersten Moment nicht so vorteilhaft vorkam). Meine Mama ganz trocken: "Ne, dafür muss man definitiv was anderes machen". Wir haben so gelacht! :D
Seit meinem Tutorial für das erste Skaterdress vor 2 Jahren hab ich nun schon insgesamt 3 Stück, die ich alle super gerne anziehe. Also keine Frage, dass es dieses Jahr ebenfalls ein neues gibt, diesmal als Blau Beitrag zu den #12coloursofhandmadefashion. Das letzte war aus Viskosejersey, das trägt sich super angenehm, aber der Stoff ist etwas schwer und hat nicht so viel Stand, deswegen ist das diesjährige wieder aus festerem Jersey.
Und jetzt haltet euch fest: der ist nicht vorgewaschen! Normalerweise kommt mir ja kein ungewaschener Stoff unter die Nähmaschine, aber dieses Mal gab es gleich 2 Gründe, die dagegen sprachen:



Ich packe meinen Koffer {MeMadeMittwoch Special}

Ich packe meinen Koffer nicht. Denn ich hab ihn schon gepackt - diesen Beitrag schreibe ich nämlich hier gemütlich im Liegestuhl am Campingplatz Pool! Aber für das Me Made Mittwoch Special "Ich packe meinen Koffer" pack ich ihn gerne für euch nochmal aus, bzw. heute abend wieder ein, denn heute ist der letzte Tag. Ein bisschen überraschend kam die Ankündigung der Sommerpause für mich, ich dachte ich hätte nach dem Urlaub noch ein bisschen Zeit. Aber das macht nix, zum Glück gibt es jetzt ja sowas Tolles wie EU Roaming - mit WLAN haben es die Franzosen nämlich noch nicht so, zumindest auf den Campingplätzen... Allerdings kommt die Bilder Ansicht aus diesem Grund ein bisschen anders daher: da ich diesen Beitrag ganz spontan vom Handy aus schreibe, hab ich einfach eine Galerie aus meinem Instagramfeed eingebettet. Ich hatte echt keinen Nerv mit dem Handy die Bilder schön anzuordnen. Also klickt euch einfach durch die Galerie (auf die kleinen Pfeile für das nächste Bild) um meine diesjährige Urlaubsgarderobe anzuschauen. Die einzelnen Posts zu den Bildern findet ihr hier, in meinen Kleiderschrank, da sind alle meine selbst genähten Outfits gesammelt.


Meine neue Lieblingsshorts wurde natürlich eingepackt, sowie gleich 3 verschiedene Joy Tops und meine schwarze Lady Topas. Die 5 Sachen sind bisher am meisten getragen worden. Falls es mal etwas frischer wird am Abend hab ich meine Sommerhose Jenna und den neusten meiner gemütlichen Rileys dabei. Gebraucht hab ich ihn tatsächlich schon, nach einem Gewitter am Abend war es morgens ziemlich kühl. Beim Mistral hat der ganze Wohnwagen wie verrückt gewackelt, da kam auch mein geblümter Aster Sweater zum Einsatz.


Für die Strandpromenade ist mein Schmetterlingsshirt dabei und natürlich meine beiden Skaterdresses, das geblümte und das gestreifte. Basics hab ich auch eingepackt, zwei Liviatops, ein weißes und ein rosanes mit Knopfleiste, das ich erst gar nicht so mochte, sich aber super kombinieren lässt.

Dieses Jahr war mein Koffer super voll, denn in den Wohnwagen, den meine Eltern uns netterweise geborgt haben, geht jede Menge Zeug rein. Also ausnahmsweise mal kein Koffer wiegen und abwägen, was man braucht und was vielleicht doch daheim bleiben kann... Eigentlich hätte ich aber noch mehr mitnehmen können, ich hab echt schon viele Sommersachen genäht. Ein paar noch nicht verbloggte Sachen waren auch dabei, die zeig ich euch dann in den nächsten Wochen, schöne Fotos kann man im Urlaub ja immer machen, trotz Strandfrisur :)

Ein paar Bilder hab ich euch aus diesem Urlaub auch schon auf Instagram gelassen, wenn ich grade ein paar nette Fotos von meinen Lieblingsoutfits zusammen hatte.

Meine Maritime Shorts ist ein ganz heißer Favorit für das meist getragene Kleidungsstück (drauf klicken um die anderen Bilder in der Galerie zu sehen):


Mein Skater-Dress hatte ich auch ziemlich häufig an, es ist einfach schön luftig:


Und zum Roadtrip war meine gemütliche Jenna perfekt:


Übrigens, keine Angst, Instagram wird für mich nie den Blog ersetzen, aber als Ergänzung und für kleine Blicke ins ganz normale Leben find ich es super. Und als Ausnahme für Spontanposts ;).
Viele  scheinen sich ja gerade Gedanken im Instagram vs Blog zu machen, aber für mich gehören die ausführlichen Texte einfach dazu, das kann man nicht in eine Bildunterschrift quetschen. Und beim Blog seid ihr, wenn ihr mir per Email, oder Feedreader folgt auch immer sicher unter den Abonnenten und nichts wird von einem Algorithmus wie bei Insta oder Facebook beeinflusst. So, das wollte ich nur mal gesagt haben ;)

Bis bald,
Eure Nina

Joy mit Palmenprint

Wenn ich mal einen Schnitt gefunden habe, der mir passt und gefällt, dann kriegt man mich davon so leicht nicht wieder los. Nach den letzten beiden Joys (Oberteil des Joy Jumpsuits von Pattydoo) von letztem Sommer gibt es nun ein neues Modell. Hier findet ihr Nummer 1 und  Nummer 2.
Ich werde euch gar nicht viel dazu erzählen, weil A) findet ihr alles in den beiden Posts von letztem Jahr und B) bin ich schon mega in Urlaubsstimmung, denn meine Sommerpause fängt ab morgen an! Das heißt, der Blog darf (mindestens) 3 Wochen ruhen und ich auch. Was definitiv nötig ist.
Denn ich merke auch an meiner Kreativitätsenergie einen ziemlichen Einbruch gerade (deswegen bin ich auch nicht mega motiviert neue Schnitte auszuprobieren, sondern bin die letzten Wochen eher auf altbekanntes zurückgefallen. Was seine Vorteile hat. Wie Gelinggarantie, vor allem wenn man so ein Schisser ist, wie ich, wenn man neue schöne Stoffe anschneiden muss. Eigentlich wollte ich hier die Grenzen meines neuen Bandeinfassers austesten, und ich muss sagen, hier hab ich sie gefunden.






Kofferanhänger {Tutorial + Freebie}

Wenn man eine Flugreise bucht, im Reisebüro zum Beispiel, oder online, dann bekommt man ja meistens so kleine Papieranhänger, auf die man seinen Namen und Adresse schreiben kann, für den Fall, dass der Koffer unterwegs verloren geht. Sehr praktisch (wie wir erst kürzlich leider feststellen mussten), aber auch sehr hässlich.
Deswegen hatte ich schon lange im Hinterkopf, dass ich eine hübschere Version davon basteln will, die so richtig Vorfreude auf den Urlaub macht.
Ich hab also im Internet ein bisschen rumgesucht, wie immer, wenn ich was neues machen will und geschaut, was es so für Anleitungen und Inspirationen gibt. Leider hat mir nichts so wirklich gut gefallen, oder es war mir einfach zu aufwändig. Besonders die Sache mit der Folie, in die das Adresskärtchen geschoben wird, hat mir oft nicht so gut gefallen und ich wollte unbedingt eine Variante, bei der man die Folie so gut wie nicht sieht.
Ich hab also einfach mal ein bisschen losprobiert, ausgestattet mit Plotter, Nähmaschine und Co.  Und wie Sie sehen, sehen Sie nichts (von der Folie). Das ist mir also auf jeden Fall gelungen, für die Fotos war es aber ein bisschen eine Herausforderung ;-).
Und weil die Labels mir so super gut gefallen und gleichzeitig auch noch so einfach zu basteln sind, wollte ich das natürlich sofort mit euch teilen. Die Anleitung für diese süßen Kofferanhänger findet ihr weiter unten.




Top Livia in weiß

Ein schlichtes weißes Tanktop wollte ich kaufen. Nähen wollte ich eigentlich nicht, denn da gibt's wirklich spannenderes. Und sowas gibt's ja echt an jeder Ecke zu kaufen. Denkt man.
Ich bin also los gezogen und wollte ein schlichtes, langweiliges, einfaches, weißes Top kaufen. So eins, was man unter spannende andere Oberteile anziehen kann oder zu bunten Hosen. ABER: es war einfach kein Top zu finden, bei dem sich nicht der (nude farbene) BH drunter abgezeichnet hätte, oder man ihn nicht gleich ganz gesehen hätte. Der Stoff war einfach immer zu dünn. Ziemlich frustriert bin ich nach einer Stunde shoppen (was ich inzwischen eh nicht mehr so gerne mache, denn die Zeit könnte man ja sinnvoller im Nähzimmer verbringen) in den nächsten Stoffladen und hab therapeutisch in der Restekiste gewühlt. Und siehe da, ein Stück rein weißer Jersey, nicht zu dick und nicht zu dünn ist mir in die Hände gefallen. Und dann ist mir auch noch eingefallen, dass das diesmonatige (gibts das Wort?) Motto bei den #12coloursofhandmadefashion ja weiß ist. Da war ich dann gar nicht mehr frustriert, sondern motiviert und hab mir mein Basic Top einfach selber genäht. Und damit es nicht ganz so langweilig wird, gab es noch Spitzen - Gummiband als Versäuberung am Ausschnitt dazu. Dafür hab ich einfach das Gummiband rechts auf rechts an den Ausschnitt mit leichter (!) Dehnung genäht, umgeklappt und fest gecovert.





Kissenhülle mit Paspel und Plot

Ihr kennt das sicher? Den Kopf voller Ideen, tausend (Näh-)Pläne und immer was zu tun? So geht's mir meistens. Viele meiner Freunde und  Familie schütteln nur noch den Kopf - die Tatsache, dass ich vor kurzem (fast) nichts Näh-relevantes zum Geburtstag bekommen habe, sondern nur entspannungsgeprägte Geschenke (nicht, dass ich mich beschwere, gar nicht!), sagt auch einiges. Relaxen fällt mir schwer, vor allem Zuhause. 
Im Urlaub oder bei meinen Eltern zu Besuch ist das deutlich einfacher, da lockt keine Nähmaschine, kein Plotter, und Hausarbeit muss man auch nicht machen. Geht es hier noch jemand so?
Als ich also für die neue Gästebett-/Couch-Ecke im Nähzimmer Kissen genäht habe, wusste ich, da muss noch ein cooler Spruch drauf. Ich hab wie immer wie wild los gepinterested und den netten Spruch "don't forget to be happy" gefunden. Naja, das vergesse ich definitiv nicht, ich bin ein wirklich gut gelaunter Mensch. Aber das relaxen... Daran könnte man mich definitiv öfter erinnern...

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Couchfunktionalität noch kein einziges mal fürs Lümmeln im Nähzimmer genutzt wurde. Es liegt aber genug Stoff und angefangene Projekte drauf, sodass man sich selten hinsetzen könnte. Die fühlen sich da aber auch zu wohl.




Maritime Shorts

Bei meiner ersten Jeans (einer Ginger Jeans, natürlich) hab ich ja den Fehler gemacht bei 35 Grad in der Wohnung eine Jeans zu nähen und mich bei der Hitze zur Anprobe 20 mal in eine Jeans zu quälen. Das gehörte nicht zu meinen besten Ideen. Um jetzt ins andere Extrem abzudriften hab ich über Ostern eine kurze Hose bei 2 Grad Außentemperatur genäht. Immerhin war es im Nähzimmer einigermaßen warm, also war diese Variante nicht ganz so schlimm. Schlimm war nur, dass ich noch sooo lange warten musste, bis es endlich warm genug war um die Hose zu fotografieren ohne Frostbeulen zu bekommen. Vielleicht sollte ich meinen "Ich näh schon voll früh für den Sommer" - Plan noch mal überdenken...

Zur Hose: bei den Black Friday Angeboten hab ich ordentlich bei Schnittmustern zugeschlagen und so haben die Maritime Shorts von Grainline Studio schon eine ganze Weile fertig geplottet auf mich gewartet. Aber im Dezember mit Hotpants anzufangen wäre dann doch etwas zu deprimierend gewesen, solange man keinen Urlaub auf der anderen Seite der Erdkugel plant.


Die Form der Maritime Shorts finde ich super: Für meine Figur ist das leicht ausgestellte der Hosenbeine perfekt, da es kleine Problemzönchen nett überspielt. Wie zum Beispiel auch meine letzte kurze Hose, die Flora. Also war ich im April nach der kurzen Warmwetterphase dann super motiviert anzufangen - vor allem war ich motiviert aus den letzten Resten meines Kelly Anorak Stretchtwills (von hier, aber in grau) die Hose raus zu quetschen. Und ich hab es geschafft! 


Muttertagskarte mit dem Plotter

Manchmal geht es hier ganz spontan zu. So wie heute. Eigentlich wollte ich meiner Mama schon zu ihrem Geburtstag am Freitag eine schöne Karte schicken.  Und gleich mal die Grenzen meines Plotters austesten. Dank crazy Arbeitswoche ist der Plan ins Wasser gefallen. Also neuer Versuch zum Muttertag. Die Karte kommt zwar nicht mehr pünktlich an, aber dank Internet kann man zumindest virtuell die liebe Mami drücken und stolz wie vor ein paar vielen Jahren die gebastelte Karte entgegenstrecken.






Tablethülle aus Leder und Filz


Mich hat vor kurzem jemand gefragt, ob ich jetzt eigentlich nur noch so super komplizierte Sachen nähe, wie Hosen, Anoraks oder Etuikleider. Nein, tu ich natürlich nicht, ich freu mich auch darauf ganz einfache Sachen entstehen zu sehen. Diese hübsche Tablet Hülle aus Filz und Kupferleder ist zum Beispiel vor kurzem zum 80. Geburtstag meiner Oma entstanden.

Sie hat ein Tablet bekommen, und ich wurde mit der entsprechenden Hülle beauftragt. Ich hab eine für das Tablet selbst zum Reinklicken und Aufstellen gekauft und aus Filz und Kunstleder eine genäht. Eigentlich hab ich gedacht, ich schreibe gar nicht darüber, denn so eine easy Hülle, wen interessiert das schon? Aber wie sie da so hübsch gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder (den ich vorab zur Probe genäht habe) auf dem Tisch lag, wollte ich sie euch doch nicht vorenthalten. Es geht schließlich nicht immer darum wie groß, aufwändig oder schwer ein Projekt war, sondern auch darum, wem man eine Freude damit gemacht hat, oder wie gut das Ergebnis gefällt.


Aster {La Maison Victor}

"Wie gefällt dir mein neuer Pulli?", hab ich meinen Papa gefragt. "Sieht bequem aus", war die ehrliche und eher diplomatische Antwort. Übersetzt heißt das: "Sieht schlabberig aus, kannst du wunderbar zum Camping anziehen". Zur Verteidigung des Pullis muss ich sagen, dass er ungebügelt war und ich leicht verschlafen und ungeschminkt.
Aber, wo er recht hat, hat er recht: bequem ist mein neuer Pulli - aber ansonsten eher außerhalb meiner Komfortzone. Großgemustertes findet man eher wenig hier auf dem Blog. Ich bin ja mehr der Uni-/Streifen- oder dezente Muster-Typ. Die vielen Pullis mit großen Blumenmustern, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe, fand ich aber sehr schön und an diesem Blumen-Sommersweat von Stoff und Stil konnte ich einfach nicht vorbeilaufen. Zum Motto Blumen, das heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog von vielen präsentiert wird, passt der Stoff super, was mir den notwendigen Schubs gegeben hat, mal in eine für mich - nicht nur wegen dem Stoff - neue und noch etwas ungewohnte Richtung zu gehen. Ich hab mir dann überlegt, was ich aus diesem schönen Sommersweat nähen soll, und bin als erstes auf einen Blouson gekommen. Problem: Ich hab schon einige Blousons oder auch Bomberjacken im Laden angezogen, und hab jedes Mal entschieden: Irgendwie steht mir das nicht. Deswegen wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen und hab mich für ein lässiges Sweatshirt entschieden.




Delari Bag

Ich hab oft genug gesagt, dass ich nicht gerne Taschen nähe. Das sieht man auch an der nicht vorhanden Fülle an Taschen auf diesem Blog (mit der Ausnahme dieser hier von 2013, die ich nur selten verwendet habe, wegen zu bunt und nicht wasserdicht und knickt komisch beim Tragen). Täschchen gehen super, die sind niedlich und man steckt sie einfach in eine gekaufte Tasche (Beispiele gibt es auf dem Blog genug). Jetzt kommt das große ABER. Als ich nämlich die Delari Bag gesehen habe, waren plötzlich alle Gründe, warum ich mir nie wieder eine Tasche genäht habe, wie weg geblasen. Dieses Design! Dieser "überhaupt nicht selbst gemacht" - Look. Und dann auch noch aus Leder (worauf ich eh mal Lust hatte). Ich hab meine eigene sofort vor Augen gehabt. Das nervige Zubehör suchen, die Frage, wie verstärke ich, verstärke ich überhaupt, und wird die Tasche dadurch vielleicht insgesamt schwerer, als alles, was ich rein tun könnte, schienen plötzlich nicht mehr ganz so gravierend. Das war es nämlich was ich bei der letzten Tasche echt doof fand. Im ersten Moment war ich damals begeistert: OMG, ich habe eine richtige große Tasche genäht, was für ein Projekt.



Dass das Gurtband aber in die Schulter geschnitten hat, die Tasche leer schon 2 kg gewogen hat, ich mich jedes Mal gefragt habe, wie schwer und nass sie wohl wird, wenn ich in einen Regenguss komme, und noch dazu einfach selbst genäht aussah, hat mich dann doch davon abgehalten sie jemals zu benutzen.


Chiffon-Rock mit Pünktchen

In letzter Zeit waren es wirklich viele aufwändige Projekte - der Kelly Anorak, mein Maßkleid und ein paar Sachen, die noch auf die Fertigstellung warten...da hatte ich richtig Lust auf ein schnelles einfaches Projekt. Letztes Jahr im Sommer hab ich gemerkt, dass ich ein paar mehr Röcke gebrauchen könnte (tatsächlich gibt es hier auf dem Blog nur den einen, den ich schon lange nicht mehr trage). Dieses Jahr will ich auch schon richtig früh mit den Sommersachen anfangen, damit ich sie auch lange genug tragen kann - irgendwie nähe ich auch lieber für den Sommer als für andere Jahreszeiten. Einer meiner (gekauften) Lieblingsröcke ist aus Chiffon - also ran an den Chiffon! Perfekt um sich nicht wieder komplett zurück in die Komfortzone, wos easy und schnell zugeht, zu begeben.  Ganz einfach will ich es mir ja schließlich auch nicht machen, eine kleine Herausforderung darf gerne dabei sein und Chiffon ist mir bisher noch nicht unter die Nähmaschine gekommen. Chiffon zu vernähen war aber gar keine so große Herausforderung wie befürchtet, eigentlich ging es sogar sehr einfach. Ich habe Chiffon von Stoff und Stil verwendet, der nicht mal besonders teuer war (den ich leider aber nicht mehr auf der Website finde (Art.Nr 631024)). Perfekt um sich mal an das Material ranzuwagen. Eigentlich hätte ich gerne ein richtiges Schnittmuster gehabt, aber für diese Art Rock habe ich wirklich nichts gefunden. Wahrscheinlich weil es zu einfach ist, sich selbst was auszudenken? Kennt ihr was in der Richtung? Hundertprozentig zufrieden bin ich nämlich noch nicht, dazu später mehr.







Häkeltäschchen mit Sternenmuster

Vor kurzem musste ich einen kleinen Eingriff durchführen lassen und war 3 Tage im Krankenhaus. Den Tag vor der OP musste ich schon im Krankenhaus verbringen, wegen den ganzen Ärztegesprächen (Anästhesist, behandelnder Arzt, etc.). Für mich gibt es ja kaum was Schlimmeres als rum zu sitzen und nichts zu tun. Vor allem, wenn man quietschfidel und voller Energie und Ideen einem doofen Krankenhausaufenthalt entgegen sieht.

Also hab ich mir überlegt, wie könnte ich mich in der Zeit kreativ beschäftigen? Klar! Gehäkelt hab ich schon lange nicht mehr, da ich zur Zeit nicht so viel mit dem Zug fahre (für die Arbeit will ich gerade sehr flexibel sein und fahre so gut wie immer mit dem Auto - und SO Multitasking fähig bin ich nun auch wieder nicht, haha). Also hab ich Pinterest befragt, und bin auf die super süßen und schnell zu häkelnden Sternenmuster Täschchen von All About Ami gestoßen. Perfektes 1-Tages-ich-liege-rum-und-warte-auf-Ärzte-Projekt. Die Anleitung des kostenlosen Tutorials sieht auf den ersten Blick sehr lang aus, aber nicht abschrecken lassen.  Das liegt daran, dass alles super genau erklärt ist und man Schritt für Schritt an das fertige Täschchen geführt wird.






Etuikleid nach Maßschnitt von Komode

Habt ihr auch schonmal davon geträumt ein Kleid, das perfekt passt, zu nähen? Keine großen Anpassungen, kein Stress vorher bei der Auswahl des Schnittmusters und keine Angst um den teuren Stoff? Hört sich doch zu gut an um wahr zu sein sein, oder? Aber: es geht! Vor ein paar Wochen hab ich eine Kooperations-Anfrage von Komode Maßschnitte* bekommen, ob ich denn mal Lust auf einen Maßschnitt hätte. Was für eine Frage! Ihr wisst, ich bin eher zurück haltend mit Kooperationen und nur, wenn ich etwas für interessant genug halte, und mir für euch einen wirklichen Mehrwert vorstellen kann, nehme ich diese an. Und weil es mich meistens stresst "abliefern" zu müssen. Aber bei den Maßschnitten war meine Neugier sofort geweckt und ich hab mir gedacht, dass sich bestimmt jeder von euch, der auch nur ein bisschen Zeit mit anpassen verbracht hat, für meinen Bericht interessieren könnte. Passenderweise war ich zur gleichen Zeit auf der Suche nach einem schicken Etuikleid Schnittmuster für die anstehenden Familienfeste, aber nichts hat mir wirklich gefallen. Nach meinen letzten schickeren Kleid (Lilou) mit ausgestelltem Rock wollte ich gerne etwas weniger Niedliches, Mädchenhaftes. Und am besten etwas, was weniger Anpassungen erfordert. Bei Lilou hab ich ja fast die Krise gekriegt mit den ganzen Anpassungen (nachzulesen hier). Also war ich super motiviert und happy, als ich die Anfrage bekommen habe und hab mich direkt vermessen, beziehungsweise vermessen lassen, denn damit startet der Weg zum eigenen Maßschnitt.

Man füllt ein Formular aus und trägt alle Maße ein. Es werden natürlich nicht nur die "üblichen" Maße wie Brustumfang, Taillenumfang etc. abgemessen, sonder auch zum Beispiel Sitzhöhe, Schulterbreite, Brusttiefe und noch viele mehr. Die Maße schickt man dann an Sabine von Komode Maßschnitte. Sie überprüft alle Werte nochmal auf Plausibilität und wenn ihr etwas komisch vorkommt, fragt sie nochmal nach. Ich hab anfänglich was beim Halsumfang falsch verstanden, mein Fehler wurde aber gleich bemerkt, weil der Wert nicht zu den restlichen gepasst hat. Aus den Maßen erstellt Sabine dann den Maßschnitt nach den entsprechenden Wünschen, bei mir war das ein schickes Etuikleid.



Racerback Top in Pink

Achtung, heute wird es PINK! Passend zum Thema pink der #12coloursofhandmadefashion habe ich ein Muckelie Top mit perfekt eingefassten Kanten genäht. Da muss ich mir doch selber mal auf die Schulter klopfen - auch wenn mein Verdienst gefühlt gar nicht sehr groß ist, denn der Bandeinfasser hat die meiste Arbeit übernommen.
Vor 2 Wochen hab ich euch meine ersten Versuche mit dem Bandeinfasser gezeigt und wie versprochen gibt es nun hier das fertige Ergebnis zu sehen. Um keine Verwirrung zu stiften: Was ihr hier seht, sind die Ergebnisse des Original Bandeinfassers, 12.7 mm, zweimal um. Den durfte ich mir von Bibi ausleihen und mal ein bisschen probieren.
Mit ihren Einstellungen war er super einfach montiert und ich hab direkt ein geniales Ergebnis erhalten. Und ich hab nicht mal zwei Stunden für dieses Top gebraucht, inklusive Schnitt abpausen, zuschneiden und nähen. Und das ist suuuuper schnell für mich, ich kann in so ein Top locker mal 3 Stunden oder mehr stecken. Perfektionismus ole! Wovor ich mich am meisten gefürchtet habe: Labbriger Ausschnitt. Normalerweise dehne ich selbst das Band, mit dem eingefasst wird während dem overlocken und finde das gar nicht mal so einfach, immer gleich stark zu ziehen (beziehungsweise in Rundungen ein bisschen mehr als an geraden Stellen). Aber hier war das überhaupt kein Problem.  Ihr seht am Rückenausschnitt, der ja auch relativ stark gerundet ist, liegt alles perfekt an, und auch am Ausschnitt vorne steht nichts ungewünscht ab, dabei hab ich während dem Annähen keinerlei Änderungen an der Dehnung, sprich wie oft das Band durch den Rechen geführt wird oder wie fest der Fußdruck ist,  gemacht. Die Grunddehnung, die durch den Rechen entsteht, reicht also schon.





FAQs zu den Hochzeitsfreebies

Viele, viele Mails hab ich von euch bekommen, bezüglich der Einladungen und Save the DatesKirchenliedblätter und Mini-Gästebücher, die ich euch vor etwas weniger als einem Jahr hier zur Verfügung gestellt habe. Ein paar Bilder von euren fertigen Einladungen könnt ihr übrigens auf meinem Pinterestboard "Eure Werke" anschauen.

Es kamen aber nicht nur hübsche Fotos per Mail, sondern auch eine Menge Fragen zu Photoshop. Deswegen zeige ich euch heute nochmal Schritt für Schritt wie ihr die Dateien personalisieren könnt, beziehungsweise wo ihr die einzelnen Grafiken findet.
Übrigens, mit einem Klick aufs nächste Bild kommt ihr zu den übrigen Hochzeits-DIY-Themen :-)

http://vervliestundzugenaeht.blogspot.de/p/hochzeit.html

So, jetzt aber zu euren Fragen:



Erfahrungen mit dem Bandeinfasser (Janome Cover)


Dass ich Bandeinfasser mag, weiß ich nicht erst, seit ich den Schrägbandeinfasser für meine Bernina ausprobiert habe. Der Bandeinfasser für die Janome Cover ist ein interessantes Thema, auf dass ich schon ein paar Mal gestoßen bin, aber doch wegen den vielen Infos überfordert war. Original Bandeinfasser von Janome (120 Euro) oder Zulieferer Teil von Ebay/Nahttechnik (50-60 Euro)? Oder doch Billigteil mit fragwürdigen Versandbedingungen (11 Dollar)? Welche Breite? Einfach umgeschlagen oder doppelt umgeschlagen? So viele Entscheidungen mussten getroffen werden und das auch noch ohne, dass ich jemals mit so einem Ding genäht hätte.
Also war ich sehr froh, als ich von Bibi den Doppelfaltschrägbinder (Originalteil 42 auf 12,7mm gefaltet) ausleihen durfte und probieren konnte. Was für eine Erleuchtung! (Das Top, das dabei entstanden ist, zeige ich euch auch bald als pinken Beitrag zu den #12colorsofhandmadefashion).

Nachdem ich einmal angefixt war, hab ich mich richtig mit dem Thema beschäftigt und für meinen Freundinne, die eine Janome Cover haben, eine Sammelbestellung bei Nahttechnik organisiert und insgesamt 8 Bandeinfasser bestellt (manche doppelt), was uns auch einen guten Rabatt beschert hat - danke Herr Bauer! Insgesamt habe ich also nun verschiedene Breiten geschickt bekommen, die ich (netterweise dank meiner Mitbestellerinnen) direkt ausprobieren durfte. Ich zeige euch, was für Ergebnisse man mit den unterschiedlichen Breiten der Bandeinfasser erzielt. Das hätte ich nämlich selber gerne gesehen, als ich mir überlegt habe, welche(r) Bandeinfasser der richtige für mein ästhetisches Empfinden ist, beziehungsweise, mit welchem sich am einfachsten arbeiten lässt.



Perfekte Ecken wenden {Tutorial}

Vor kurzem hab ich euch gezeigt, wie man die Manschetten beim Kelly Anorak näht. Dieses Tutorial hat verständlicherweise nur einen kleinen Teil von euch interessiert, aber eine ganz tolle Technik wird dabei verwendet, von der ich glaube, dass sie vielen helfen kann. Ich war auf jeden Fall hin und weg, als ich endlich kapiert habe, wie ich mein Falzbein zum Wenden richtig verwende. Ich muss zugeben, ich hab das spitze Ding am Falzbein einfach genommen um in die Ecken rein zu pieksen und gehofft, dass sie schön liegt. Es geht aber viiiiel einfacher!  Und man braucht auch nicht unbedingt ein Falzbein dafür. Es geht auch mit einem anderen etwas spitzerem Gegenstand gut, zum Beispiel einer dickeren Stricknadel.
So, ich hoffe ihr lacht mich jetzt nicht alle aus, so nach dem Motto, ach, hat sies auch mal endlich kapiert ;-). Hier kommt mein kleines Mini Tutorial:





Anleitung




Sportshirt Roya

Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
 Dieses Shirt hab ich ganz knapp vor der Tonne bewahrt und bin unglaublich froh, dass ich es getan habe! Ich hab aus dem Sportjersey von Stoff und Stil ganz unbedarft angefangen ein langärmeliges Sporttop (Schnitt Roya) zu nähen. Der Bedarf war definitiv da, ich bin nämlich immer sehr kurzärmelig und -beinig im Sportstudio unterwegs, Sommers wie Winters. Ich mag es einfach nicht, wenn ich schwitze und dann auch noch lange Klamotten anhabe. Auf dem Weg zum Kurs und am Anfang friere ich aber doch manchmal und ich fühle mich auch besser, wenn ich danach schnell was überziehen kann, um keine Erkältung zu bekommen, deshalb war ein langes Shirt schon lange auf der Nähliste.
Foto: Florian Basler (www.photo-b.de)
So, warum war es eigentlich ein Kandidat für die Tonne? Der Stoff ist der schwierigste mit dem ich bisher gearbeitet habe, covertechnisch. Zuschneiden und zusammen nähen war kein Problem. Ursprünglich wollte ich aber alle Raglannähte und Säume covern. Das hat aber überhaupt nicht geklappt.
Der Stoff wollte einfach nicht transportiert werden. Probestücke sahen  immer super aus, das echte Teil hatte Fehlstiche ohne Ende, weil der Stoff hängen blieb. Auftrennen war auch ein Graus, nix mit einfach an einem Fäden ziehen und die ganze Naht ribbelt sich auf. Irgendwann hab ich dann die Geduld verloren, nachdem der Ausschnitt auch noch komisch abstand (nicht das Problem der falschen Dehnung, sondern der Ausschnitt passte einfach nicht. Ich und Raglan eben...)  und hab das Teil in die Ecke geworfen. Und war ganz schön traurig,  weil ich den Neonstoff so toll fand. 
Nach ein paar Wochen kam mir dann der Gedanke, dass offenkantige Verarbeitung vielleicht die Lösung ist. Der Jersey franst ja nicht, und lässig sieht es auch aus. Also hab ich mühevoll den Saum wieder aufgetrennt (die Umbügelfalten sieht man wohl bis zur nächsten Wäsche noch) und den Ausschnitt mit dem Rollschneider abgeschnitten. Mit der Schere geht das nicht so gut, die macht schnell Zacken. Alle Nahtenden wurden von Hand versäubert, damit nichts aufgehen kann, vor allem nicht die abgeschnittenen Overlocknähte. Am Ausschnitt steht es trotzdem noch ein bisschen ab, ich denke da werde ich die eine oder andere Raglannaht nochmal enger nähen. Ansonsten gefällt mir der Schnitt Roya echt gut, schnell genäht und schön lässig. Ich hab übrigens Größe 36 genäht.


Rollkragenpullover Steph {La Maison Victor}

Eigentlich wollte ich ja nur ein schlichtes graues Basic Shirt nähen, ohne viel Schnickschnack. Dann hab ich die neue La Maison Victor gesehen und das Kleid Steph. Cool, Rollkragen wollte ich schon ewig mal wieder haben und scheint ja sogar ganz modern zu sein grade (kein Hauptargument, aber nett zu haben). Also hab ich los gelegt, das Kleid zum Shirt gekürzt, und zugeschnitten. Und da ist mir plötzlich die dunkelblaue überbreite Spitzenborte in die Hände gefallen, die perfekt zu dem grau gepasst hat. Also hab ich meine Pläne über den Haufen geworfen und ein absolutes Unbasic Shirt genäht. Kombinationsmöglichkeiten mit Cardigans oder Pullis: eher begrenzt. Aber dafür liebe ich es mehr als jedes langweilige Basic Ding.
Zum Schnittmuster: ich habe Größe 36 genäht, aber an den Seiten noch etwas eingenomme. Da es eigentlich ein Kleid ist, wäre es sonst etwas schlabberig um den Bauch gewesen. Ich mag den Rollkragen sehr gerne, weil er vorne nicht zu eng am Hals sitzt und man kein Doppelkinn bekommt, wenn man den Kopf senkt. Geht bei Rollis ja schnell, selbst wenn man nicht mal eins hat. Allerdings hätte ich erwartet, dass der Kragen nicht einfach nur ein Rechteck ist, sondern ein bisschen an den Ausschnitt angepasst, damit es sich im Nacken nicht staut. 


Ich hab das verpeilt nachträglich zu machen, hab dem Schnittmuster vertraut und hab nicht dran gedacht, dass ich das ja sonst auch immer mache (siehe Tutorial Benchkragen oder Fleeceloop). 
Die Abrundung verhindert einfach, dass im Nacken der Stoff zu hoch ist. Ich hab also das Originalschnittteil verwendet und so schlimm ist es auch nicht geworden.


 Den Spitzenaufsatz hab ich übrigens am Vorderteil erstmal überall auf die Nahtzugabe aufgenäht und dann einfach alle Teile ganz normal angenäht. Super easy, man muss nur aufpassen, dass die Spitze symmetrisch und ganz flach liegt, vor allem, wenn sich bei dehnbaren Stoffen das Vorderteil etwas verziehen kann. Die Spitze ist übrigens auch dehnbar und ich hab sie an der Bogenkante nicht aufs Shirt genäht, man könnte also einfach mit der Hand drunter fahren. Ich hab sie letztes Jahr bei der Nadelwelt in Karlsruhe an einem sehr gut sortierten Stande gefunden, der viel Spitze als Meterware in relativ breiten Streifen hatte. ich hab jetzt bei meiner so gut wie die ganze Breite ausgenutzt.

Der graue Stoff war ein ganz wundervoller Coupon vom Stoffmarkt, bei dem ich mal wieder zu gerne wüsste, was es ist, denn er ist super weich, trotzdem eher dicker und lässt sich genial verarbeiten. Meine Covernähte sind so gut wie unsichtbar geworden, das finde ich immer extra toll.



Den Schnitt finde ich auch echt gut, denke ich werde den noch öfter vernähen. Die Rollizeit ist zwar bald vorbei, aber für kühlere Tage finde ich ihn perfekt, denn der Kragen ist schön wärmend und der Stoff auch etwas dicker als normaler Jersey.

Bis bald,
eure Nina
Verlinkt bei Me Made Mittwoch, AfterWorkSewing und Meertje.

Grafische Bilder mit dem Plotter

Als mich meine Freunde und Familie nach Weihnachten gefragt haben, was ich geschenkt bekommen habe, und ich geantwortet habe: "Einen Plotter!", haben die meistens ziemlich fragend geguckt. Ich hab dann etwas lahm hinzugefügt: "Ja, da kann man Bügelbilder und Aufkleber mit machen...". Hat sich leider immer noch nicht so angehört, als könnte man deshalb in Jubel ausbrechen (so wie ich es unter dem Weihnachtsbaum getan habe). Deswegen wollte ich jetzt auch mal die "kleinen" Dinge ansprechen, die man mit diesem tollen Gerät so machen kann. Unter anderem das eigenen Heim verschönern. Die meisten denken da jetzt wahrscheinlich an peinliche Wand-Tattoos (ja, es gibt auch ganz nette und wer weiß, vielleicht hab ich auch mal irgendeins). Mein erster Gedanke waren aber ein paar coole, skandinavisch minimalistische Bilder.

In der neuen Wohnung ist ja noch ein bisschen Platz um was auszuprobieren und nach ein paar Minuten auf Pinterest (ja, tatsächlich, keine Stunden!) hab ich zwei schöne Grafiken gefunden (Herz und Love), die mir gut gefallen haben und perfekt für über unser Gästesofa sind.
Ach ja und wie der Zufall es will, ist heute sogar Valentinstag, das heißt ich bin mit meinem Herzchen/Liebesthema ungeplanterweise sogar absolut up to date!




Kelly Anorak: Manschetten nähen / How to sew the cuffs {Tutorial}

(Please scroll down for the english version of this post.) Letzte Woche hab ich euch meinen Kelly Anorak gezeigt und einen seeeehr ausführlichen Bericht dazu geschrieben. Zu dem Anorak gibt es eine tolle Anleitung und die kniffligsten Schritte, Reissverschluss, Blende und Taschen sind in einem Sew Along von Closet Case Files mit Bildern gezeigt. Die Manschetten fand ich jetzt aber auch nicht so einfach, denn dazu gibt es nur die normale Anleitung. Als ich dann nach der ersten Manschette gecheckt habe, wie man es am besten macht, hab ich bei der zweiten für euch mitfotografiert und darf euch mit der Erlaubnis von Heather von Closet Case Files zeigen, wie man die Manschetten näht.
Ich hoffe ihr könnt das Tutorial irgendwann mal gebrauchen :-) Der Kelly Anorak ist nämlich so cool, dass ich mir vorstellen könnte, dass einige von euch vielleicht auch bald Lust drauf kriegen ihn zu nähen und sich freuen, wenn es ein paar Bilder mehr gibt.



Last week I showed you my finished Kelly Anorak. Today I can show you (with kind permission of Heather of Closet Case Files) how to sew the cuffs of the Kelly Anorak. I was so glad that there were sew alongs for the harder parts like the pockets and the placket, but I struggled a bit with my first cuff. But as soon as I got the hang of it, I took pictures for you guys, so it would be easier for you, when you sew the Kelly Anorak.


 

Anleitung Manschetten nähen 

Tutorial How to sew the cuffs

 



Plotterfolien Info Übersicht {Freebie}

https://www.dropbox.com/s/pewzkqoahgwnu44/Plotter-Folien-Uebersicht-Download.pdf?dl=0Ganz spontan hat mich heute morgen der Aufräumwahn überfallen. Mein Plotter steht nun ja schon einige Zeit bei mir und natürlich war ich nicht faul und habe jede Menge Folien geshoppt und auch schon einiges ausprobiert. Was mich nun aber immer gestört hat: ich hab schnell den Überblick verloren, wo ich welche Folie bestellt habe und wie genau man sie behandelt. Jedes Mal musste ich eine neue Probe machen und kleine Stückchen aufbügeln um zu sehen, ob alles hält.
Deswegen hab ich mir eine Vorlage gemacht und meine Folien in einen große Registerkartenmappe einsortiert. Die meisten Folien, die ich habe sind A4 Größe, weshalb sie super in den Ordner passen. In jede Registerkarte lege ich nun die Übersicht mit dazu und weiß immer genau, wo welche Folie herkommt und mit welchen Einstellungen ich gute Ergebnisse erzielt habe. Oft schreiben die Hersteller ja auch dazu, wie man Aufbügeln oder Abziehen soll.
Falls ihr auch Lust habt eure Plotterfolien ein bisschen besser zu ordnen und eure Infos schneller und einfacher griffbereit zu haben, dann ladet euch gerne mein Übersichts-Freebie für den privaten Gebrauch runter. Für den Download klickt einfach aufs Bild oder hier.




Kelly Anorak

In den Weihnachtsferien hab ich leicht größenwahnsinnig ein Mammutprojekt gestartet: das (damals noch) neuste Schnittmuster Kelly Anorak von Closet Case Files hat mir sofort super gut gefallen  - und nachdem mir das Parka nähen im letzten Winter so viel Spaß gemacht hat, war sofort klar, dass es nicht bei diesem einen bleiben wird. Allerdings ist dieser Parka auch deutlich anders. Zum einen ist er ein Anorak und damit nicht gefüttert. Den Wind und Wetter Parka, den ich letzten Winter genäht habe, ziehe ich im Jahr an nur ganz wenig Tagen an, da er für die kalten Tage zu kalt und für die warmen Tage zu warm ist. Die richtige Temperatur gibt es fast nie.Also bin ich in mich gegangen und hab überlegt, was ich tatsächlich gerne trage. Im Winter: Daunenjacke, mollig warm. Im Frühjahr: Daunenjacke, bis es irgendwann so warm wird, dass ich auf Softshell-, Fleece- oder Jeansjacke wechseln kann. Wobei Jeansjacke dann doch lange Zeit fast wieder zu dünn ist. Daher die Idee: Etwas wärmer wie Jeansjacke aber nicht so warm wie der gefütterte Parka. Und das hab ich, glaube ich, sehr gut erreicht, denn der Kelly Anorak ist aus Stretch-Twill, etwa so fest wie Jeans, dafür aber hochgeschlossener und auch länger.
Den Stoff hab ich (wie auch den für meine Ginger Jeans, mein erstes aufwändiges Closet Case Files Projekt) bei Stoff und Stil gefunden. Er ist leicht dehnbar, lässt sich aber trotzdem wunderbar vernähen. Ich hab mit Vlieseline H220 verstärkt und mich auch weitestgehend an die Anleitung gehalten.





Schürze im Fifties-Stil

Ab und zu nähe ich ja was für andere - zu Weihnachten wird es aber meistens nichts, weil das vorher einfach zu stressig ist und ich nicht gut kalkulieren kann, wie lange ich tatsächlich für ein Projekt brauche. Als ich aber mitgekriegt habe, dass meine Oma sich eine Schürze wünscht, ist dieser Pin vor meinem geistigen Auge aufgepoppt und ich wollte doch noch vor Weihnachten los legen. Ein Spontantrip ins Stoffgeschäft und ich kam mit wunderschönem Gütermannstoff zurück. Die kleinen Zwetschgen auf dem Oberteil finde ich super süß: themengerecht, denn meine Oma macht sooo leckeren Zwetschgenkuchen, aber nicht zu aufdringlich. Mit Gütermannstoff arbeite ich super gerne, er lässt sich einfach sehr angenehm verarbeiten. Besonders wenig mag ich, wenn der Stoff beim Bügeln zickt und die Falten einfach nicht rausgehen wollen. Das hat man ja oft bei günstigerem, dünnen Stoff, hier aber gar nicht. Den Schnitt, der dabei war, hab ich ein wenig abgeändert. Ich hab den Rock verbreitert, damit er noch weiter nach hinten geht und in das Oberteil hab ich nach der ersten Anprobe eine Kellerfalte eingefügt, damit das Oberteil nicht über der Brust absteht.