Jacke Mona {La Maison Victor}

Ich probiere ja gerne mal was Neues aus. Neue Stoffe, neue Schnittmuster, neue Farben. Was ich heute zeige, war wirklich in allen Kategorien neu. Aus einem grob gewebten Mohairstoff in der für mich ganz neuen Farbe Koralle hab ich das Jäckchen Mona aus der La Maison Victor genäht. Normalerweise hätte ich mir wahrscheinlich weder die Farbe, noch den Stoff freiwillig ausgesucht, aber manchmal kommt man auf Umwegen an ein zuerst noch unbekanntes Ziel
und erweitert so seinen Nähhorizont. Vor ein paar Monaten hab ich eine nette Email von der Firma Zuleeg bekommen, ob ich ihre Stoffe ausprobieren möchte*. Ich gehe ja nur sehr wenige Kooperationen ein, und hab die Email ehrlich gesagt gelesen, und direkt wieder vergessen, weil sie auch noch zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam. Einen Monat später (ups!) hab ich sie durch Zufall wieder gesehen, und mit schlechtem Gewissen endlich die Seite aufgerufen. Und das hat mir richtig gut gefallen, was ich dort gelesen hab. In Deutschland produzierte Stoffe (die unter anderem von großen Marken gekauft werden) und die mal was anderes sind als die typischen Selber-Näher-Stoffe, wie Sweat, Jersey oder normale Baumwolle. Versteht mich nicht falsch, die mag ich auch absolut gerne, aber bei den ganzen mir noch unbekannten Stoffbezeichungen hat mich dann doch die Neugier gepackt. Wenn ich eine Kooperation eingehe, will ich ja auch ein bisschen Mehrwert für euch haben, nicht einfach nur Stoffe umsonst bekommen. Und das Angebot der Firma Zuleeg zu testen, fand ich durchaus interessant. Und dann hab ich das erste Mal von dem super praktischen System profitiert, das es bei diesem Unternehmen gibt:





Traumanzug #2

Das Kleidungsstück, dass ich am meisten trage? Im Winter definitiv der Traumanzug, den ich letztes Jahr genäht habe. Sobald ich weiß, dass ich nicht mehr vor die Tür muss, werden die Alltagsklamotten von mir geworfen, und ich werfe mich in den Traumanzug. Kuschelig warm und gemütlich, so muss es doch zuhause sein, oder? Daher war es auch keine Frage, dass dieses Jahr ein neuer her muss. Nicht weil der alte (trotz einiger Runden in der Waschmaschine) nicht mehr schön aussieht, er ist noch wirklich gut in Schuss. Aber genau aus dem Grund: während der Wäsche vermisse ich ihn schmerzlich. Auf dem Juni-Stoffmarkt hab ich mir also direkt Nachschub geholt, beim gleichen Stand wie letztes Jahr. 2 Coupons kuscheligster Alpenfleece und statt Sternen gab es dieses Jahr Wale. Sind Wale nicht die neuen Flamingos oder so? Bin ich vielleicht einem Trend vorraus? Ich fand sie auf jeden Fall cool, und dadurch, dass ich eigentlich nie „niedliche“ oder „kindliche“ Stoffe trage, darf es für das Zuhause dann doch auch mal etwas ganz anderes sein. Es war allerdings ganz schön anstrengend, die passenden Zusatzmaterialien zu besorgen, es gibt nämlich so viele Blautöne! Zum Glück hatte ich noch passendes Bündchen von meinem Pulli Aster übrig, aber den Reissverschluss hab ich zweimal gekauft, weil mir der Blauton nicht hundertprozentig gefallen hat, und auch die Kordel war erst beim zweiten Mal die richtige.




Interview mit Tobias Milse von TM Paris

Im Sommer durfte ich mir das neue Atelier und die dazugehörige Boutique von Tobias Milse (den ihr vielleicht als Gewinner der Fernsehshow "Geschickt Eingefädelt" kennt) in Genf anschauen. Es kam ganz spontan dazu, da ich zufällig auf Instagram las, dass er in Genf wohnt und ich lustigerweise eine Woche später eine Freundin in Genf besuchen wollte. In solchen Momenten finde ich Social Media wirklich toll, denn ohne diesen kleinen Kommentar hätte dieses Treffen wohl nie stattgefunden. Und das wäre sehr schade gewesen, denn ich hab mich sehr gefreut Tobias persönlich kennen zu lernen und der Einblick in seine Boutique hat mir sehr gut gefallen. Den wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten und so könnt ihr pünktlich zur Neueröffnung, die diesen Monat stattgefunden hat, ein kleines Interview mit Tobias lesen und einen Blick in sein Atelier werfen.

 Stell dich kurz vor, was hast du studiert, wie bist du zum Nähen gekommen?


Ich habe BWL und Marketing mit dem Schwerpunkt Modemanagement studiert. Danach bin ich direkt mit einem one-way ticket einfach so nach Paris gezogen - ich hatte mir nur über drei Ecken ein Gästezimmer gebucht. Ich wollte in der Interior Branche arbeiten, aber da ich keine Kontakte hatte und nicht wusste, dass man für Praktika in einer franz. Uni eingeschrieben sein muss bekam ich 0 Antworten. Dann habe ich angefangen auf Messen und z.B. in den Galeries Lafayette als internationaler Infopunkt zu arbeiten, da ich 3 Sprachen fliessend konnte.





Graues Langarm-Shirt mit Knopfleiste

Könnt ihr euch vorstellen, dass ich 40 Minuten vor der Knöpfewand im Karstadt in Freiburg stand und nicht wahrhaben wollte, dass es keine kleinen grauen Knöpfe dort gibt? Immer wieder hab ich kleine Röllchen rausgezogen auf mein Shirt gekippt und geguckt, ob sie nicht doch zu meinem neuen (fast) fertigen Knopfleistenshirt passen. Die Frau neben mir hat auch schon ganz entnervt geseufzt und ihre Knöpfe hin und her gedreht. Ich meinte dann nur „Knöpfe suchen ist doch das Schlimmste, oder?“. Und sie hat ganz bekräftigend genickt und voller Inbrunst gesagt: „Schrecklich!“. Immerhin waren wir in unserem Leid vereint ;-). 
Da ihr aber Knöpfe an meinem neuen Shirt seht und sie sogar passen, wisst ihr nun schon, dass ich doch fündig geworden bin. Und zwar innerhalb von Sekunden, als ich mich dann doch durchgerungen habe, und noch bei „Bärbels Nähstube“ geschaut habe. Warum ich da nicht direkt hin bin? Ich war überzeugt, dass es dort keine Knöpfe gibt. Es hat sich aber herausgestellt, dass ich immer, wenn ich in diesem kleinen Lädchen mit der etwas knurrigen Besitzerin war, mit Scheuklappen rumgelaufen bin. Beziehungsweise direkt sowas gefragt habe wie: „Haben sie D-Ringe in Größe 15 mm?“ Und sie hat immer sofort gesagt: „Natürlich, hier bitte“.

Weil ich da bisher so gut bedient wurde, und man selbst die abgefahrensten Sachen finden kann, hätte ich eigentlich sofort hingehen, und mir die 40 Minuten im Karstadt sparen sollen. Ja, hinterher ist man immer schlauer. Ich empfehle also allen aus Freiburg und Umgebung: Egal, was ihr sucht, geht zu Bärbel! Die Knöpfewand war zwar nicht so groß, wie die im Karstadt, aber voll mit sinnvollen Knöpfen. Damit meine ich: keine Kinderknöpfe (Bären, Pilze oder Clowns). Oder Knöpfe die so riesig sind, dass man sich dahinter verstecken kann, aber keinen einzigen Knopf kleiner als 11 mm. Oder 15 verschiedene Sorten von kitschigen Goldknöpfen. Ihr seht, ich habe mich sehr ausgiebig mit der Karstadt-Knopfwand beschäftigt. Mit der von Bärbel nur kurz, denn sie hat mir (wie immer) sofort gezeigt, was ich brauche.





Nähmaschinen Einstellungen Vorlage {Freebie}


Als ich meine Jacke Polly vor kurzem genäht habe, hab ich mich echt geärgert. Und zwar, weil ich jetzt schon 3 mal mit dem gleichen Stoff und dem gleichen Garn genäht habe, und mir trotzdem die Einstellungen an meiner Nähmaschine zum Absteppen nicht aufgeschrieben habe. Beziehungsweise ich habs mir sogar aufgeschrieben, aber den kleinen Fresszettel irgendwo in meinem Nähzimmer verloren. Wie blöd ist das eigentlich?


Da hab ich mir geschworen, das passiert mich nicht nochmal, denn wenn man mal gute Einstellungen hat für einen bestimmten Stich oder ein gewisses Material gefunden hat, dann ist es sehr angenehm, beim nächsten Mal nicht wieder von 0 anfangen zu müssen.


Pulli Titus #2 {La Maison Victor}

Ich hab mein Versprechen eingelöst! Letztes Jahr hab ich für meinen Schatz einen Pulli Titus aus Strickfleece genäht, der leider nicht wirklich gepasst hat. Mein kleiner Bruder hat sich gefreut, denn bei ihm saß der Pulli viel besser. Das Versprechen, den Pulli nochmal zu nähen wurde mir natürlich abgenommen, und beim ersten kalten Tag hab ich mich wieder dran erinnert. Unter anderem auch, weil die Overlock nach dem Nähen meiner Jacke Polly noch blaues Garn drin hatte. Und hey, gibt es einen besseren Grund einen bestimmten Stoff zu vernähen, als eine fix und fertig eingefädelte Overlock?
Den blauen Struktur-Stoff hab ich im Frühjahr bei Stoff und Stil in Dortmund gefunden (mann, bin ich neidisch auf alle, die dort in der Nähe wohnen - wann gibt es endlich eine südliche Filiale?). Es ist ein etwas dickerer Sweat mit einer tollen Haptik. Die Streifen sind reliefartig herausgearbeitet und ich wollte eigentlich für euch googlen, wie man so etwas nennt.
Aber nachdem ich Reliefsweat gegooglet habe und fest gestellt habe, dass ich außer "sweat relief" (= Hilfe gegen starkes Schwitzen) nichts Brauchbares finden werde, hab ich es aufgegeben, haha. Der Stoff ist auf jeden Fall sehr ähnlich wie Steppsweat und online finde ich ihn (ArtNr 203503) natürlich nicht. Ich bin auf jeden Fall super zufrieden mit dem Pulli, vor allem nachdem ich nun im Vergleich zum ersten Titus ein paar Änderungen vorgenommen habe.




Sugar und Salt Labels {Freebie}

Man könnte meinen als Selbermacher würde man besonders die aufwendigen großen Projekte wirklich lieben - aber in Wirklichkeit sind es manchmal die einfachsten, kleinsten Projekte die mindestens genauso viel Freude bereiten, wie die schwierigeren, in die man richtig viel Zeit reinsteckt. So war es auch, als ich die Idee hatte meine neuen Zucker und Salzbehälter zu verschönern. Bis vor kurzem hatten wir 2 runde Ikea-Blechdosen, in denen Salz und Zucker griffbereit neben dem Herd standen. Die waren aber schon ziemlich verbeult und abgenutzt und ich hab mich jedes Mal richtig abgemüht den Deckel abzubekommen. Fingernägel unter den Deckel krallen und ziehen inklusive. Nicht gut für meinen Koch-Workflow.
Es musste also eine andere Lösung her. Ich habe eine ganze Weile, bestimmt mehrere Wochen, nach dem perfekten Gefäß gesucht. Es sollte eine Dose sein, die man mit einem Griff auf bekommt, Lock and Lock oder ähnliches schieden also aus. Überhaupt hatte ich keine Lust auf etwas Tupperware-, oder Kunststoffmäßiges, es sollte doch in unsere schöne neue Altbauwohnung passen, schon grade, wenn die Behälter immer im Blickfeld neben dem Herd, beziehungsweise auf der Abzugshaube stehen würden.
Umso glücklicher war ich dann, als ich bei einem Einkaufsbummel im Küchenladen (ja, ich geh da gerne rein, Klamotten shoppen macht schließlich nicht mehr so viel Spaß) diese super hübschen Gefäße von Asa Selection gefunden habe (groß, klein). Und günstig waren sie auch noch. Und man kann den Deckel mit einem Handgriff aufmachen, toll oder?




Jacke Polly {La Maison Victor}


Eigentlich hätte ich diese Jacke nicht gebraucht. Muss ich ganz ehrlich zugeben. Ich hab schon eine dunkelblaue gekaufte Jacke, die ich auch gerne anziehe. Und natürlich mein Kelly Anorak, den ich für dieses Frühjahr genäht habe. Die decken eigentlich gut den Übergangsjackenbedarf ab. Ach ja, und den Wind und Wetter Parka (ebenfalls dunkelblau) gibts ja auch noch. Uuuuups. Aber ich hab mir vor kurzem alle La Maison Victor, die ich noch nicht hatte und die es noch nachzubestellen gab, gekauft und beim Durchstöbern dieser alten Ausgaben ist mir in der 5/2015 (Zeitschrift noch auf niederländisch oder französisch verfügbar) sofort die Jacke Polly aufgefallen. Schlicht aber dennoch raffiniert mit den verschiedenen Unterteilungen. Nicht so lang wie ein Parka und etwas dezenter ohne Blenden, Druckknöpfe, große aufgesetzte Taschen oder anderem Schnickschnack. Kurz gesagt, ich konnte an nichts mehr anderes als diese Jacke denken und daran, dass ich sogar den passenden Stoff schon parat im Stoff Schrank liegen hatte. Als ich nämlich letztes Jahr die Ginger Jeans genäht habe, hab ich mir zusätzlich zu dem apricot farbenen Stretchtwill auch noch den gleichen in dunkelblau bei Stoff und Stil bestellt. Der hats aber nicht zur Hose geschafft, unter anderem weil ich inzwischen andere Jeansstoffe gekauft habe, die erstmal vorne in der Liste wären, sollte es zur nächsten Jeans-Nähaktion kommen. Stoff, Schnitt und Zeitplan waren also schon im Kopf komplett durchdacht.


Das passiert bei mir aber häufig und hat erst mal nichts zu bedeuten. Was dann den Ausschlag zur Umsetzung gibt kann ganz unterschiedlich sein. Dieses Mal war es die tolle Version der Jacke, die Suse von BassStich Anfang September gezeigt hat. Ich hab durch Facebook gescrollt und dachte "oh die Jacke sieht toll aus. Aber ist das nicht...?" Ja, das war sie tatsächlich.


Rope Bowl und Tischläufer Set

Ich weiß, ich weiß, Rope Bowls sind die Papiertütensterne von 2017, die absoluten „old news“ und jeder hat schon mindestens 15 Stück gemacht und die gesamte Verwandschaft damit beschenkt. Und ich bin (mal wieder, siehe Snap Pap) die Letzte, die auf diesen Zug aufspringt...aber immerhin war das erste, was ich gemacht habe keine Rope Bowl, sondern ein Rope Läufer – oder Tischset. Oder wie auch immer man‘s nennen will.

Aber von Anfang an: Eine liebe Freundin ist grade erst wieder zurück ins schöne Freiburg gezogen (juhu!) und zum House Warming bzw. Geburtstag wollte ich ihr was Tolles nähen. Zum Glück waren wir vor besagtem Geburtstag schonmal in die neue Wohnung eingeladen und ich konnte ganz unauffällig abchecken, was denn vielleicht noch designtechnisch benötigt werden könnte.

 



Kleid Solange {La Maison Victor}

Ja, das ist wirklich das Kleid Solange aus der La Maison Victor 4/2017. Von dem ursprünglichen Schnittmuster ist zwar nicht mehr viel übrig geblieben und alle, die denken, dass ihr Kleid so aussieht wie meins, wenn sie Solange nähen, werden wahrscheinlich überrascht sein - aber die Basis ist immerhin noch da. Eigentlich wollte ich gar nichts an dem Schnitt ändern, außer ihn vielleicht ein bisschen taillieren. Im Endeffekt ist nun aber der Ausschnitt und die Methode den Reissverschluss einzunähen anders, die Ärmel sind verschwunden, die Länge ist gekürzt und im Taillenbereich wurde relativ viel Stoff weg genommen. Tja, Solange es am Schluss passt, ne ;-)?
Aber zurück auf Anfang: ich hatte im Frühjahr einen Streifensweat (online nicht mehr auffindbar) bei Stoff und Stil bestellt und bin mal wieder auf Isoli reingefallen. Das ist kein richtiger Sweat, sondern eher festerer, nur leicht dehnbarer Strickstoff. Ich hab ehrlich keine Ahnung, wie mir das zweimal passieren konnte, denn das war schon bei diesem grünen Stoff von vor ein paar Jahren der Fall. Nun ja, der ursprüngliche Plan wurde verworfen und der Stoff zu einem Dasein mit unbestimmten Verwendungszweck und unbestimmter Verweildauer in meinem Stoffschrank verurteilt.





Schwarzes Shirt mit Ärmeln aus Spitze

"Was soll ich bloß anziehen?", hab ich mich vor kurzem gefragt. Erstmal nicht weiter spektakulär, passiert ja öfter mal. Nur, dass ich tatsächlich in dem Moment nichts Adäquates zum Anziehen hatte. Ich war mit ein paar Freunden in der Stadt in einer Bar verabredet und konnte nichts leger Schickes in meinem Kleiderschrank finden. Alles war mir irgendwie zu langweilig, büromäßig oder spießig. Ich wollte unbedingt etwas abendtaugliches, mit dem man vielleicht später sogar noch ein bisschen tanzen gehen könnte.
Ja, für den speziellen Abend hat‘s natürlich nicht mehr gereicht etwas zu nähen (und zum Glück hab ich auch noch was einigermaßen Passendes gefunden), aber zumindest bin ich JETZT vorbereitet. Kurz darauf hab ich mich nämlich an die Arbeit gemacht und mir ein neues „Abends-Weggeh-Top“ genäht.
Es wurde sogar (unfreiwillig ) noch ausgehmäßiger als geplant, denn der Ausschnitt hat sich seltsam verzogen und ist nun minimal tiefer als ich mir das vorgestellt hatte. Basis ist „mein“ Tshirt-Schnitt Raphaela in Größe 36, bei dem ich nur das Schnittteil für die Ärmel angepasst habe.




Hose Pencil Shape {Ottobre 5/2015} {Gastpost}

Dass ich nicht die Einzige in der Familie bin, die gut nähen kann, hab ich euch ja schon erzählt. Und ab und zu bin ich erfolgreich darin, meine Mama dazu zu überreden, euch hier ihre genähten Meisterwerke zu zeigen und "leihe" ihr meinen Blog gerne aus. Und da kann ich schonmal ein kleines bisschen neidisch werden, denn ihre Stoff- und Schnittmusterwahl gefällt mir immer total (schaut mal unbedingt ihre tolle Softshelljacke oder ihre schicken Sommerkleidchen an). Bei der Hose, die sie euch in ihrem heutigen Gastpost zeigt, hab ich sofort gewusst, die ist so schön, die muss unbedingt auf den Blog! (Auch wenn es ein Jahr gedauert hat, bis es mal in die Wochenendplanung gepasst hat, Fotos zu machen). Und jetzt wo ich die Bilder sehe, bin ich noch ein kleines bisschen mehr traurig, dass es den schönen Stoff nicht mehr zu kaufen gibt... Aber lest nun selbst, was sie uns über ihre schicke Sommerhose zu erzählen hat.

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was sich bewährt, kann immer wieder recht einfach nachgearbeitet werden und wird mit jedem Mal ein bisschen besser. 




Blusentop Bree {La Maison Victor}


Dass es diese Bluse auf den Blog geschafft hat, ist echt ein Wunder. Ich hab zwischendrin 2 mal aufgegeben, das Ding in die Ecke geworfen und mich dann doch nochmal aufgerafft. (Das ist übrigens das fiese Viskoseteil, wegen dem ich mein halbes Nähzimmer umgeräumt habe, nur um mich vor den Nähen zu drücken, wie ich euch vor 3 Wochen gewehklagt habe...).
Ich muss auch direkt sagen, dass ich nicht wirklich zufrieden mit dem Blusentop bin, was nicht am Schnitt, Bree aus der La Maison Victor 4/16 in Größe 36, liegt.
Der Stoff (ein Fundstück vom Stoffmarkt) hat es mir unglaublich schwer gemacht. Es hat schon mit dem Zuschnitt angefangen. Immerhin sind es nur 3 Schnittteile. Mit dem Rollschneider und vielen Nähgewichten hab ich es dann einigermaßen ordentlich hinbekommen. Das Versäubern war aber ein Krampf. Ich hab keine Einstellung an der Overlock gefunden, die mir den Stoff nicht minimal zusammen gezogen hat, wenn ich nur eine Lage Stoff durch die Maschine hab laufen lassen. 
Hat da jemand Tipps für hauchzarten Stoff? Das war dann auch ein Riesenproblem, als ich den Ausschnitt genäht habe. Der Beleg im Nacken wurde noch ganz ordentlich, aber das Umklappen und Feststeppen der Umschläge an den Vorderteilen sah einfach nur schrecklich aus.




Bohemian Summer mit Inka Print

Bis vor kurzem dachte ich noch dieser wunderschöne Stoff müsste sich bis nächsten Sommer gedulden, bis mir das perfekte Schnittmuster über den Weg läuft. Kennt ihr das? Manchmal hat man so einen tollen Stoff (hier Inka Print Nr. 271740 von Stoff und Stil) und ist plötzlich zu gehemmt, den Stoff überhaupt nur anzuschneiden? Bei mir lag er im Nähzimmer wochenlang auf der Couch und immer wieder hab ich ihn genommen, an mich dran gehalten, hab den Fall bewundert und jedes Mal wieder weg gelegt, weil ich nicht DAS Schnittmuster dafür hatte. Beim Stöbern auf der schönen Seite von Kreativwölkchen ist mir dann die Bohemian Summer ins Auge gefallen (tolle Expemplare gibt es auch bei Nähbar und Nähwald zu sehen). Der überkreuzte Ausschnitt mit leichter Raffung und die kleinen Flügelärmelchen haben mir super gut gefallen – und dass man mir mit einem gerafften Rock eine Freude macht, wisst ihr nicht erst seit meinem drölfzigsten Skaterdress. Vor allem weil ich in einem Anflug von Geiz (mal wieder) nur 1,5 m bestellt habe. Einen Tellerrock kann ich damit nicht machen, damit war die andere ins Auge gefasste Variante Geschichte. Aber bei so einem querlaufenden Muster tut man sich da wohl auch keinen Gefallen.




Häkelbikini {Tutorial}

Eigentlich hätte es diesen Beitrag gar nicht geben sollen, denn einen Bikini zu häkeln hatte ich überhaupt nicht auf dem Plan - das ist einfach so passiert. Nicht mal eine Anleitung dafür hab ich gehabt. Und der Titel führt auch ein wenig in die Irre. Ist ja gar kein ganzer Bikini, zur Hose kam es nicht mehr und er ist auch nicht wirklich fürs Wasser geeignet (zumindest hab ichs noch nicht ausprobiert)...
Aber eins nach dem anderen: für unseren Urlaub vor ein paar Wochen wollte ich mir was zum Häkeln mitnehmen, denn die schönen Abende vor dem Wohnwagen wollte ich nicht ganz unkreativ verbringen. Also hab ich überlegt was ich brauchen könnte. Schon das ganze Frühjahr über hab ich nach einem Stoff oder einer Spitze gesucht, aus der ich mir ein Strandüberwurfding nähen wollte. Aber der perfekte Stoff wollte nicht gefunden werden. Also next best thing: häkeln.
Auf Garnstudio.de (tolle Seite!) hab ich eine hübsche Bohoweste gefunden, und schnell die Wolle noch vor dem Urlaub bestellt. Motiviert hab ich das Muster ausprobiert, das hat schon ganz gut geklappt, dank coolem Anleitungsvideo (über Vimeo kann man sich übrigens alle Videos für offline runterladen).





Frau Josy in Magenta

Direkt aus dem Urlaub wieder da, hats mich an die Nähmaschine gezogen. Und um mich aus meiner Urlaubsentspannung wachzurütteln (wohlgemerkt unbeabsichtigt), hab ich es mir nicht wirklich leicht gemacht. Der magenta-rote Viskosejersey von Stoff und Stil war schon seit langem auf der Sommernähliste und ich hab mich wirklich gefreut, als Selmin Rot als Juli Farbe der #12coloursofhandmadefashion verkündet hat. So hab ich (wie schon öfter bei dieser Aktion) einen Schubs in Richtung eines schönen Stoffes bekommen. Allerdings ist er nicht nur schön, sondern auch super anstrengend zu vernähen gewesen. Oder ich hab mich halt nach der langen Nähpause echt doof angestellt... Nach meiner ersten Frau Josy war klar, dass ich nochmal eine nähen möchte, schon allein um die kleinen Passformkorrekturen auszuprobieren. Dieses mal hab ich also direkt Größe S gewählt und musste tatsächlich fast nichts am Schnitt ändern. Das heißt aber leider nicht, dass ich nicht auftrennen musste. Die Raglannähte wurden alle nochmal aufgemacht, zumindest an dem kleinen Stück an dem die Ärmelaufschläge auf die Raglannähte treffen. Ich muss mir mal merken, dass die Aufschläge etwas kürzer sein müssen, denn sonst machen sie (bei Viskosejersey) eine kleine Beule nach außen direkt an der Naht. Der Ausschnitt wurde auch getrennt, und ich bin noch nicht 100 Prozent zufrieden. An der einen Seite fällt das Bündchen ein bißchen nach außen, das ist einfach so schwierig bei sehr dehnbaren Stoffen. Ein bisschen zu stark gezogen, dann kräuselt der Stoff sich, ein bisschen zu wenig gezogen und es liegt nicht an...




5 Tipps zur Schnittmuster Aufbewahrung

Gestern hat mich die Aufräumwut im Nähzimmer gepackt. Ok, in Wirklichkeit hab ich prokrastiniert - ich hab nämlich grade ein ganz delikates Top aus flutschigster Viskose auf dem Nähtisch (wer weiß, ob aus dem jemals was wird), und plötzlich viiiiel mehr Lust gehabt meine Schnittmuster zu sortieren. Bis jetzt wusste ich gar nicht, dass man auch bei Dingen, die man eigentlich mag, einer Erledigungsblockade erliegen kann ;-)
Nachdem ich fertig war, fand ich das so hübsch, dass ich mit euch unbedingt meine Lieblings-Ordnungs-Ideen fürs Schnittmuster Aufbewahren teilen wollte.





Reiseetui als Hochzeitsgeschenk

Was ist das passende Hochzeits-Geschenk für ein reisefreudiges Brautpaar? Klar, ein Reiseetui und passende Kofferanhänger (hier geht's zum gratis Schnittmuster für das Reiseetui und zu den Kofferanhänger Freebie + Anleitung).
Und was ist noch cooler? Dass es das erste Mal war, dass ich das Reiseetui thematisch passend beplotten konnte! Auch wenn mich das Projekt ganz schön Nerven gekostet hat. Die Stoffwahl hat es mir nicht wirklich leicht gemacht:  Die Vorderseite sollte zweigeteilt sein, damit oben der Plot drauf passt, und der hübsche Blumenstoff gut zur Geltung kommt. Bis ich mal eine Ecke des Stoffes gefunden habe, der alle Farben, und genug spannenden Rapport drin hatte, hat es eine ganze Weile gedauert. Die Boardkartenfächer wollte ich unbedingt perfekt spiegeln, was mich auch einige Zeit gekostet hat. Denn schließlich will man ja auch so wenig Verschnitt wie möglich haben. Da kann man sich schonmal eine Weile mit beschäftigen. Dafür ist das aber mit Sicherheit das Reiseetui geworden , das am allerordentlichsten gearbeitet ist.




Kurzärmeliges Skaterdress

Kein Sommer ohne Skaterdress!

Erstmal vorab, bevor die ganzen langweiligen Details kommen, eine lustige Story: Als das Kleid fertig war, hab ich es meiner Mama gezeigt, und etwas (zu) selbstkritisch gefragt: "Was meinst du, macht das Kleid schwanger?" (Ich hab mich auf die Raffung direkt über dem Bauch bezogen, die mir im ersten Moment nicht so vorteilhaft vorkam). Meine Mama ganz trocken: "Ne, dafür muss man definitiv was anderes machen". Wir haben so gelacht! :D
Seit meinem Tutorial für das erste Skaterdress vor 2 Jahren hab ich nun schon insgesamt 3 Stück, die ich alle super gerne anziehe. Also keine Frage, dass es dieses Jahr ebenfalls ein neues gibt, diesmal als Blau Beitrag zu den #12coloursofhandmadefashion. Das letzte war aus Viskosejersey, das trägt sich super angenehm, aber der Stoff ist etwas schwer und hat nicht so viel Stand, deswegen ist das diesjährige wieder aus festerem Jersey.
Und jetzt haltet euch fest: der ist nicht vorgewaschen! Normalerweise kommt mir ja kein ungewaschener Stoff unter die Nähmaschine, aber dieses Mal gab es gleich 2 Gründe, die dagegen sprachen:



Ich packe meinen Koffer {MeMadeMittwoch Special}

Ich packe meinen Koffer nicht. Denn ich hab ihn schon gepackt - diesen Beitrag schreibe ich nämlich hier gemütlich im Liegestuhl am Campingplatz Pool! Aber für das Me Made Mittwoch Special "Ich packe meinen Koffer" pack ich ihn gerne für euch nochmal aus, bzw. heute abend wieder ein, denn heute ist der letzte Tag. Ein bisschen überraschend kam die Ankündigung der Sommerpause für mich, ich dachte ich hätte nach dem Urlaub noch ein bisschen Zeit. Aber das macht nix, zum Glück gibt es jetzt ja sowas Tolles wie EU Roaming - mit WLAN haben es die Franzosen nämlich noch nicht so, zumindest auf den Campingplätzen... Allerdings kommt die Bilder Ansicht aus diesem Grund ein bisschen anders daher: da ich diesen Beitrag ganz spontan vom Handy aus schreibe, hab ich einfach eine Galerie aus meinem Instagramfeed eingebettet. Ich hatte echt keinen Nerv mit dem Handy die Bilder schön anzuordnen. Also klickt euch einfach durch die Galerie (auf die kleinen Pfeile für das nächste Bild) um meine diesjährige Urlaubsgarderobe anzuschauen. Die einzelnen Posts zu den Bildern findet ihr hier, in meinen Kleiderschrank, da sind alle meine selbst genähten Outfits gesammelt.




Joy mit Palmenprint

Wenn ich mal einen Schnitt gefunden habe, der mir passt und gefällt, dann kriegt man mich davon so leicht nicht wieder los. Nach den letzten beiden Joys (Oberteil des Joy Jumpsuits von Pattydoo) von letztem Sommer gibt es nun ein neues Modell. Hier findet ihr Nummer 1 und  Nummer 2.
Ich werde euch gar nicht viel dazu erzählen, weil A) findet ihr alles in den beiden Posts von letztem Jahr und B) bin ich schon mega in Urlaubsstimmung, denn meine Sommerpause fängt ab morgen an! Das heißt, der Blog darf (mindestens) 3 Wochen ruhen und ich auch. Was definitiv nötig ist.
Denn ich merke auch an meiner Kreativitätsenergie einen ziemlichen Einbruch gerade (deswegen bin ich auch nicht mega motiviert neue Schnitte auszuprobieren, sondern bin die letzten Wochen eher auf altbekanntes zurückgefallen. Was seine Vorteile hat. Wie Gelinggarantie, vor allem wenn man so ein Schisser ist, wie ich, wenn man neue schöne Stoffe anschneiden muss. Eigentlich wollte ich hier die Grenzen meines neuen Bandeinfassers austesten, und ich muss sagen, hier hab ich sie gefunden.






Kofferanhänger {Tutorial + Freebie}

Wenn man eine Flugreise bucht, im Reisebüro zum Beispiel, oder online, dann bekommt man ja meistens so kleine Papieranhänger, auf die man seinen Namen und Adresse schreiben kann, für den Fall, dass der Koffer unterwegs verloren geht. Sehr praktisch (wie wir erst kürzlich leider feststellen mussten), aber auch sehr hässlich.
Deswegen hatte ich schon lange im Hinterkopf, dass ich eine hübschere Version davon basteln will, die so richtig Vorfreude auf den Urlaub macht.
Ich hab also im Internet ein bisschen rumgesucht, wie immer, wenn ich was neues machen will und geschaut, was es so für Anleitungen und Inspirationen gibt. Leider hat mir nichts so wirklich gut gefallen, oder es war mir einfach zu aufwändig. Besonders die Sache mit der Folie, in die das Adresskärtchen geschoben wird, hat mir oft nicht so gut gefallen und ich wollte unbedingt eine Variante, bei der man die Folie so gut wie nicht sieht.
Ich hab also einfach mal ein bisschen losprobiert, ausgestattet mit Plotter, Nähmaschine und Co.  Und wie Sie sehen, sehen Sie nichts (von der Folie). Das ist mir also auf jeden Fall gelungen, für die Fotos war es aber ein bisschen eine Herausforderung ;-).
Und weil die Labels mir so super gut gefallen und gleichzeitig auch noch so einfach zu basteln sind, wollte ich das natürlich sofort mit euch teilen. Die Anleitung für diese süßen Kofferanhänger findet ihr weiter unten.




Top Livia in weiß

Ein schlichtes weißes Tanktop wollte ich kaufen. Nähen wollte ich eigentlich nicht, denn da gibt's wirklich spannenderes. Und sowas gibt's ja echt an jeder Ecke zu kaufen. Denkt man.
Ich bin also los gezogen und wollte ein schlichtes, langweiliges, einfaches, weißes Top kaufen. So eins, was man unter spannende andere Oberteile anziehen kann oder zu bunten Hosen. ABER: es war einfach kein Top zu finden, bei dem sich nicht der (nude farbene) BH drunter abgezeichnet hätte, oder man ihn nicht gleich ganz gesehen hätte. Der Stoff war einfach immer zu dünn. Ziemlich frustriert bin ich nach einer Stunde shoppen (was ich inzwischen eh nicht mehr so gerne mache, denn die Zeit könnte man ja sinnvoller im Nähzimmer verbringen) in den nächsten Stoffladen und hab therapeutisch in der Restekiste gewühlt. Und siehe da, ein Stück rein weißer Jersey, nicht zu dick und nicht zu dünn ist mir in die Hände gefallen. Und dann ist mir auch noch eingefallen, dass das diesmonatige (gibts das Wort?) Motto bei den #12coloursofhandmadefashion ja weiß ist. Da war ich dann gar nicht mehr frustriert, sondern motiviert und hab mir mein Basic Top einfach selber genäht. Und damit es nicht ganz so langweilig wird, gab es noch Spitzen - Gummiband als Versäuberung am Ausschnitt dazu. Dafür hab ich einfach das Gummiband rechts auf rechts an den Ausschnitt mit leichter (!) Dehnung genäht, umgeklappt und fest gecovert.





Kissenhülle mit Paspel und Plot

Ihr kennt das sicher? Den Kopf voller Ideen, tausend (Näh-)Pläne und immer was zu tun? So geht's mir meistens. Viele meiner Freunde und  Familie schütteln nur noch den Kopf - die Tatsache, dass ich vor kurzem (fast) nichts Näh-relevantes zum Geburtstag bekommen habe, sondern nur entspannungsgeprägte Geschenke (nicht, dass ich mich beschwere, gar nicht!), sagt auch einiges. Relaxen fällt mir schwer, vor allem Zuhause. 
Im Urlaub oder bei meinen Eltern zu Besuch ist das deutlich einfacher, da lockt keine Nähmaschine, kein Plotter, und Hausarbeit muss man auch nicht machen. Geht es hier noch jemand so?
Als ich also für die neue Gästebett-/Couch-Ecke im Nähzimmer Kissen genäht habe, wusste ich, da muss noch ein cooler Spruch drauf. Ich hab wie immer wie wild los gepinterested und den netten Spruch "don't forget to be happy" gefunden. Naja, das vergesse ich definitiv nicht, ich bin ein wirklich gut gelaunter Mensch. Aber das relaxen... Daran könnte man mich definitiv öfter erinnern...

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Couchfunktionalität noch kein einziges mal fürs Lümmeln im Nähzimmer genutzt wurde. Es liegt aber genug Stoff und angefangene Projekte drauf, sodass man sich selten hinsetzen könnte. Die fühlen sich da aber auch zu wohl.




Maritime Shorts

Bei meiner ersten Jeans (einer Ginger Jeans, natürlich) hab ich ja den Fehler gemacht bei 35 Grad in der Wohnung eine Jeans zu nähen und mich bei der Hitze zur Anprobe 20 mal in eine Jeans zu quälen. Das gehörte nicht zu meinen besten Ideen. Um jetzt ins andere Extrem abzudriften hab ich über Ostern eine kurze Hose bei 2 Grad Außentemperatur genäht. Immerhin war es im Nähzimmer einigermaßen warm, also war diese Variante nicht ganz so schlimm. Schlimm war nur, dass ich noch sooo lange warten musste, bis es endlich warm genug war um die Hose zu fotografieren ohne Frostbeulen zu bekommen. Vielleicht sollte ich meinen "Ich näh schon voll früh für den Sommer" - Plan noch mal überdenken...

Zur Hose: bei den Black Friday Angeboten hab ich ordentlich bei Schnittmustern zugeschlagen und so haben die Maritime Shorts von Grainline Studio schon eine ganze Weile fertig geplottet auf mich gewartet. Aber im Dezember mit Hotpants anzufangen wäre dann doch etwas zu deprimierend gewesen, solange man keinen Urlaub auf der anderen Seite der Erdkugel plant.


Die Form der Maritime Shorts finde ich super: Für meine Figur ist das leicht ausgestellte der Hosenbeine perfekt, da es kleine Problemzönchen nett überspielt. Wie zum Beispiel auch meine letzte kurze Hose, die Flora. Also war ich im April nach der kurzen Warmwetterphase dann super motiviert anzufangen - vor allem war ich motiviert aus den letzten Resten meines Kelly Anorak Stretchtwills (von hier, aber in grau) die Hose raus zu quetschen. Und ich hab es geschafft! 


Muttertagskarte mit dem Plotter

Manchmal geht es hier ganz spontan zu. So wie heute. Eigentlich wollte ich meiner Mama schon zu ihrem Geburtstag am Freitag eine schöne Karte schicken.  Und gleich mal die Grenzen meines Plotters austesten. Dank crazy Arbeitswoche ist der Plan ins Wasser gefallen. Also neuer Versuch zum Muttertag. Die Karte kommt zwar nicht mehr pünktlich an, aber dank Internet kann man zumindest virtuell die liebe Mami drücken und stolz wie vor ein paar vielen Jahren die gebastelte Karte entgegenstrecken.






Tablethülle aus Leder und Filz


Mich hat vor kurzem jemand gefragt, ob ich jetzt eigentlich nur noch so super komplizierte Sachen nähe, wie Hosen, Anoraks oder Etuikleider. Nein, tu ich natürlich nicht, ich freu mich auch darauf ganz einfache Sachen entstehen zu sehen. Diese hübsche Tablet Hülle aus Filz und Kupferleder ist zum Beispiel vor kurzem zum 80. Geburtstag meiner Oma entstanden.

Sie hat ein Tablet bekommen, und ich wurde mit der entsprechenden Hülle beauftragt. Ich hab eine für das Tablet selbst zum Reinklicken und Aufstellen gekauft und aus Filz und Kunstleder eine genäht. Eigentlich hab ich gedacht, ich schreibe gar nicht darüber, denn so eine easy Hülle, wen interessiert das schon? Aber wie sie da so hübsch gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder (den ich vorab zur Probe genäht habe) auf dem Tisch lag, wollte ich sie euch doch nicht vorenthalten. Es geht schließlich nicht immer darum wie groß, aufwändig oder schwer ein Projekt war, sondern auch darum, wem man eine Freude damit gemacht hat, oder wie gut das Ergebnis gefällt.


Aster {La Maison Victor}

"Wie gefällt dir mein neuer Pulli?", hab ich meinen Papa gefragt. "Sieht bequem aus", war die ehrliche und eher diplomatische Antwort. Übersetzt heißt das: "Sieht schlabberig aus, kannst du wunderbar zum Camping anziehen". Zur Verteidigung des Pullis muss ich sagen, dass er ungebügelt war und ich leicht verschlafen und ungeschminkt.
Aber, wo er recht hat, hat er recht: bequem ist mein neuer Pulli - aber ansonsten eher außerhalb meiner Komfortzone. Großgemustertes findet man eher wenig hier auf dem Blog. Ich bin ja mehr der Uni-/Streifen- oder dezente Muster-Typ. Die vielen Pullis mit großen Blumenmustern, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe, fand ich aber sehr schön und an diesem Blumen-Sommersweat von Stoff und Stil konnte ich einfach nicht vorbeilaufen. Zum Motto Blumen, das heute auf dem Me Made Mittwoch-Blog von vielen präsentiert wird, passt der Stoff super, was mir den notwendigen Schubs gegeben hat, mal in eine für mich - nicht nur wegen dem Stoff - neue und noch etwas ungewohnte Richtung zu gehen. Ich hab mir dann überlegt, was ich aus diesem schönen Sommersweat nähen soll, und bin als erstes auf einen Blouson gekommen. Problem: Ich hab schon einige Blousons oder auch Bomberjacken im Laden angezogen, und hab jedes Mal entschieden: Irgendwie steht mir das nicht. Deswegen wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen und hab mich für ein lässiges Sweatshirt entschieden.