GoPro Case

Manchmal bin ich echt unbelehrbar und lass mich von einem DIY, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht abbringen. Auch wenn mich 3 verschiedene Familienmitglieder versuchen davon zu überzeugen es nicht zu tun und stattdessen einfach zu kaufen. So auch vor kurzem, als ich mir vorgenommen habe für unsere neu erstandene GoPro Kamera ein Case für den Transport zu nähen.


Wir haben zusätzlich zur Kamera einiges Zubehör gekauft und schon als wir das erste Mal übers Wochenende unterwegs waren, hat es mich gestört, dass ich keinen Überblick hatte, ob alles dabei ist und dass die Kamera so ungeschützt rumlag. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie verloren geht, so klein wie sie ist.

Da hab ich mich erstmal informiert, was für Aufbewahrungsmöglichkeiten es gibt und klar, man kann da einiges kaufen, schicke Köfferchen mit perfekt ausgestanztem Formschaum. Ist aber vielleicht nicht ganz so aufgeteilt, wie man es sich vorstellt und ganz günstig ist es auch nicht. Klar, dass da vor meinem inneren Auge Barney erschien und verkündete: "Challenge accepted!". Ich hab mich schon das perfekte Case nähen sehen.


Kaneel Lederjacke

(Please scroll down for the english version of this post.) Falls ihr euch grade fragt, was ich auf diesen Fotos selbst genäht habe – ja, ich kanns auch immer noch kaum glauben – es ist tatsächlich die Lederjacke! (Und um genau zu sein, auch das graue Shirt...).Ich glaube, als ich vor ziemlich genau 4 Jahren angefangen habe Kleidung selbst zu nähen, hätte ich es wohl wirklich nicht für möglich gehalten, dass ich mal eine richtige Jacke, geschweige denn eine Lederjacke nähe. Jacken sind ein bisschen meine Leidenschaft (Parka, Jacke, Anorak), und bei den meisten habe ich euch erzählt, so schwer ist es gar nicht, auch Anfänger sollen sich ruhig mal dran probieren.
Hier werde ich das nicht so leichtfertig tun, denn dieses Mammutprojekt hat mich vor einige Herausforderungen gestellt. Und ich habe wirklich viel Mut gebraucht überhaupt erst anzufangen. Aber das Design der Jacke und die Tatsache, dass ich nun schon ein paar Sachen aus Leder genäht habe (Rucksack 1 und Rucksack 2) hat mich dann doch überzeugt. Ich will euch auch gar nicht den Mut nehmen, denn die Jacke ist absolut machbar. Man sollte nur vorher vielleicht schon eine Jacke genäht haben (die Jacke Joy kann ich sehr für das erste Mal empfehlen) und schonmal Leder unter der Nadel gehabt haben, aber das trifft ja zum Glück auf viele unter uns zu.


Ich werde gleich eintauchen in den aufregenden Nähprozess, den ich für alle Interessierten sehr ausführlich beschreibe, aber zuerst einmal die wichtigsten Infos.


Jogginghose Mira {La Maison Victor}

Wie sieht bei euch ein ganz normaler Samstag nachmittag aus? Bei uns offensichtlich so: Familienausflug von Familie Kadisch zur Straßenbahnunterführung, wo Frau Kadisch ohne Hemmungen ihr T-Shirt hebt um die Paspel am Popo zu präsentieren. Ok, ich muss zugeben, dieses Mal hab ich mich schon echt dämlich gefühlt, wie ich da in meiner Jogginghose (die eigentlich von Anfang an nur für Zuhause gedacht war) in der gut besuchten Unterführung rumgehüpft bin. Aber immerhin war ich in bester Gesellschaft (in diesem Teil von Freiburg ist es nicht unüblich die Jugend in Jogginghose und mit Handymucke anzutreffen), aber wohl gefühlt habe ich mich nicht wirklich. Umso wohler fühle ich mich aber in meiner neuen Hose zuhause auf der Couch, denn das ist ihre natürliche Umgebung.

Der Schnitt ist aus der La Maison Victor, heißt Mira und gibt es auch als PDF Schnittmuster. Eigentlich ist Mira eine „schicke“ Jogginghose, die man auch draußen anziehen können soll. Tja, da bin ich definitiv nicht dafür gemacht, wie unser kleines Fotoexperiment gezeigt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich keine Bluse und High Heels anhabe und meine Mira, im Gegensatz zum Original keine schicken zweiseitigen Paspeltaschen und keinen breiten Bund hat.
Man muss dazu sagen: Ich hab mich super motiviert an die Paspeltaschen gemacht, aber da war der Wurm drin. Erinnerung an mich selbst: Filigrane Paspeltaschen mit 0,5 cm breiter Paspel NICHT aus kuscheligem Sweat (von Unistoffe) und Ponte di Roma nähen!





Basic Shirt in Beige mit Bandeinfasser

Dieses Basic Shirt habe ich laaaaange gesucht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich hatte nämlich mal ein tolles beigefarbenes Kauf-Shirt, das ich ständig anhatte. Dann ist es vor 2 Jahren einfach verschwunden, und es hat mir so gefehlt. Es hatte zwar einen höheren Ausschnitt als dieses hier, aber die Farbe war richtig toll und super zum kombinieren. Ich hab nie wieder ein Ähnliches gefunden - was sich bescheuert anhört, denn es ist ja nur ein beiges Shirt, aber beige ist leider nicht gleich beige und mein Hautton ist da sehr empfindlich. Wenn es nicht die richtige Art von beige ist, dann steht es mir einfach nicht.
Schon letztes Jahr wollte ich bei Beige von #12coloursofhandmadefashion mitmachen (übrigens eine der wenigen Aktionen bei denen ich oft dabei war, vor allem weil sie monatliche Challenges bot und ziemlich offen gehalten war), aber hatte nicht den richtigen Jersey. Bei Senci in Baden-Baden haben sie den tollen Swafing Jersey Jaro, den es übrigens in unglaublich vielen schönen melierten Farben gibt – allein 5 Grautöne sind dabei, ist das nicht super? Und Ökotex ist er auch noch (nein, das ist kein gesponserter Post, ich find den einfach gut).
 

Ihr seht, schon alleine die Farbe von meinem neuen Shirt freut mich wahnsinnig. Und was genau so gut ist: die Ausschnittversäuberung. Sieht das nicht perfekt aus und wie gekauft? Und es ging sooo schnell und einfach. Was daran liegt, dass ich ENDLICH meinen Bandeinfasser von Nahttechnik für meine Janome Cover an einem richtigen Kleidungsstück ausprobiert hab und nicht nur an Stoffschnipseln.



Jacke Mona #2 {La Maison Victor}


Gut, dass mein neues Jäckchen aus Wolle ist! Die Fotos zu machen war dadurch zum Glück nicht ganz so kalt. Hab ich mir zumindest eingeredet, haha. Aber was sein muss, muss sein, schwarz zu fotografieren ist ja nie ein Spaß.
Und wenns neblig ist, ist es immerhin ein bisschen einfacher durch das diffuse Licht. Aber ich denke, ihr werdet zum Glück ganz gut erkennen, was für eine coole Struktur dieser Bouclé-artige Stoff hat. Er ist von der Firma Zuleeg, online finde ich ihn aber leider nicht mehr. Der Schnitt hatte sich ja bewährt, nur der Stoff des letzten (ihr erinnert euch: geniale Korall Farbe, aber mir leider etwas zu kratzig) hat dazu geführt, dass ich das gute Stück nie getragen habe. Ich wollte es aber unbedingt nochmal versuchen, vor allem, weil die Jacke wirklich super schnell genäht ist. Zum Glück war bei meinen Stoffproben von der letzten Zuleeg Bestellung noch ein passender Kandidat für Modell Nummer 2 dabei und mir war klar, schwarz ist zwar nicht so auffällig, aber dafür super kombinierbar. Und jetzt kommts: Ich hab tatsächlich nur einen Tag für die Jacke gebraucht. Das ist ja nicht mal so weltbewegend. ABER: Ich hab an dem Tag auch noch 6 h gearbeitet und war 2 h beim Arzt. SO schnell geht die. Und jetzt seid ihr bestimmt gespannt: Ist sie denn dieses Mal besser geworden als das Vorgängermodell?




Stirnband Lina

„In den Schnee fahren“. Das gibt’s bei mir in der Familie schon so lange ich denken kann. Sobald klar war, dass im Schwarzwald irgendwo Schnee liegt, sind wir losgefahren.  Als wir Kinder waren noch zum Schlittenfahren, später dann natürlich zum Snowboarden. Ich bin einfach der größte Schneefan überhaupt (meine Kollegen können bestätigen, dass ich, wenn es schneit, kaum noch zum Arbeiten komme, weil ich ständig rausgucken muss, ob es immer noch schneit). Und heute gehe ich auch noch super gerne Winterwandern oder am besten gleich Schneeschuhwandern. Da der Schwarzwald noch nie weiter als eine halbe Stunde Autofahrt entfernt war, ist das zum Glück auch oft spontan drin.
Wenn man den Ausflug dann noch schnell mit ein paar Fotos machen verbinden kann, bin ich umso froher. Denn ich finde es ungemein praktisch, wenn man das Unausweichliche (irgendwann muss ich ja die Fotos für den Blog hier schießen) mit dem Angenehmen verbinden kann – und besonders mein Schatz, der tüchtige Fotograf wird versöhnlich gestimmt, wenn es nach der Wanderung heiße Schokolade und leckere Torte gibt. Für alle aus der Region: Ich kann euch das Café Goldene Krone in St. Märgen wärmstens empfehlen. Die BESTEN Kuchen und Torten gibt es dort. 
So, aber jetzt zum eigentlichen Thema: Ich hab nochmal ein Stirnband gestrickt. Mein erstes dieses Jahr, ein Stirnband im Perlmuster mit Twist, finde ich nach wie vor super und es hat mich in einen kleinen Stirnbandrausch versetzt. Die sind einfach so schnell gestrickt und man kann wunderbar Muster ausprobieren.



 Ich hab schon eine ganze Weile das Instagram Profil von Paula Strickt angeschmachtet (ernsthaft, ich glaube auf keinem anderen Profil war ich in letzter Zeit so oft) und hab mir die vielen verschiedenen Stirnbänder angeschaut. Irgendwann hab ich mir dann einen Ruck gegeben und ihr Buch gekauft und ich bin begeistert!



Basic Shirt mit V-Ausschnitt

Capsule Wardrobe, Curated Closet, Slow Fashion. All das sind Stichwörter, die bestimmt jeder, der in der Nähcommunity unterwegs ist, schon mal gehört hat. Ständig gibt es neue Aktionen zum Mitmachen ( z.B. #2018DIYdontBuy oder #2018nofastfashion). Besonders in der Instagram Nähszene sieht man täglich neue Bilder zu den unterschiedlichsten Challenges aufpoppen.
Ich hab mir da ehrlich gesagt, nie groß Gedanken drum gemacht, ich nähe zum größten Teil, weil ich spontan Lust auf etwas habe, und nicht zu einem höheren Zweck. Viele Aktionen finde ich total toll und würde auch gerne selbst mitmachen, oftmals fehlt mir aber einfach die Zeit mich wirklich so damit zu beschäftigen, wie ich es gerne wollte. Und ich will mir einfach keinen Druck machen. Wenn ich mich zu etwas committe, will ich keine halben Sachen machen. Das kann sich nämlich schnell in Ansprüchen (von mir an mich selbst) verlieren, die dann den Spaß aus der Sache raus nehmen und zu Gedankenkarussels führen wie „Du solltest doch aber, Du hast ja noch gar nicht, Du kannst doch nicht einfach, bla bla bla.“ Erkennt sich da wer wieder?

So, was will ich aber eigentlich hiermit sagen, und was hat das mit meinem ersten V-Ausschnitt Shirt  zu tun? Eigentlich passt es so ziemlich zu allen oben genannten Aktionen. Früher bin ich einfach zu H&M gegangen, hab mir ein Basic Shirt oder eine neue Jeans gekauft, und genau deshalb freut es mich nun wahnsinnig, dass das nicht mehr nötig ist. In letzter Zeit hat es sich so langsam eingeschlichen, dass ich vor allem Basics und einfach kombinierbare Teile für mich nähen wollte. Sachen, die ich wirklich oft anziehe.

 




Rollkragenpullover Steph #2 {La Maison Victor}

Ein einfaches Shirt hab ich mir gedacht, ist genau das Richtige, nachdem ich erfolgreich das Riesenprojekt namens Ginger Jeans gemeistert habe. Was Leichtes, nachdem ich wie verkatert nach dem hochkonzentrierten Nähen in mich zusammengesackt bin. Kennt ihr das? Wenn man ein richtig aufwändiges Projekt beendet, braucht man erstmal ein simples Teil. Wie die einfachen Nudeln mit Tomatensoße, nachdem man im Urlaub ein paar Tage lang im fancy Restaurant gegessen hat. Am besten wohlbekannt und foolproof. In meinem Fall war das der Rolli Steph aus der La Maison Victor, den ich hier schon mal genäht hab. Dort findet ihr auch alle Infos dazu.

Keinerlei Schwierigkeiten waren in Aussicht, nicht mal einen Ausschnitt, den man verhunzen könnte, gabs. Worauf ich hinauswill? Ich habs trotzdem verhunzt. Ihr werdet das nicht sehen, denn es sind nicht die Streifen, die vielleicht nicht 100 Prozent aufeinander treffen, das stört mich nicht. Und unvorteilhaft sieht es auch nicht aus. Nein, es ist der Tragekomfort. Einen miniiiii Ticken zu eng ist es an den Armen. So, dass man nicht ganz ohne Probleme reinkommt, weil die Arme beim ersten Anziehen verdreht sind und man sie nur mit Mühe wieder richtig hingedreht bekommt. Und so, dass man maximal 2 Minuten telefonieren kann, weil man sich das gesamte Blut in der Armbeuge abdrückt, wenn man den Arm zu lange anwinkelt (blöd, wenn man das aber ständig machen muss, weil die Haare ins Gesicht fliegen, wie beim Fotos machen...).




Update: A4 Ebooks in A0 Plots umwandeln {Tutorial}

Mein Tutorial wie ihr A4 Schnittmuster in A0 Dateien umwandeln könnt ist mit Abstand einer der am meisten Gelesenen! So oft habt ihr mir geschrieben, wie sehr euch die Anleitung geholfen hat, vom lästigen Kleben mit Schere und Tesa wegzukommen und das freut mich riesig. Aber es stimmt ja auch: Das Plotten lassen ist auf jeden Fall Ressourcenschonend (wo habe ich letztens gelesen, dass jemand eine ganze Rolle Tesa pro Schnittmuster verbraucht?!), Rückenschonend (wer hat bisher auch immer auf dem Boden geklebt?) und Nervenschonend!

Aber zwei Sachen hat euch (und mich!) schon immer gestört und wir haben uns gefragt:

1. Wie kann man alle Seiten des PDFs auf einmal importieren?

Ich hab selbst lange gegoogelt, hab keine gute Lösung gefunden und das Problem jede Seite einzeln importieren zu müssen erstmal als unausweichlich hingenommen.
Aber dann hab ich vor ein paar Tagen einen tollen Kommentar von Kathy bekommen. Sie hat rausgefunden, wie man ganz einfach und schnell alle Seiten auf einmal importieren kann! Das erspart einem so viel Arbeit und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie uns darauf aufmerksam gemacht hat! 
Damit ihr Kommentar aber nicht einfach untergeht, hab ich mir gedacht, widme ich ihm einen ganzen Post und erkläre euch wieder mit Screenshots, was ihr machen müsst, um noch einfacher eure Schnittmuster zusammen zu setzen.

Auch echt langwierig und nervig ist das Ausrichten der Seiten. Eine Lösung auf die Frage

2. Wie kann man alle Seiten schnell und einfach ausrichten?

hab ich auch eine Weile gesucht, und kann euch nun gleich mehrere Möglichkeiten vorstellen. Falls ihr da noch mehr Tipps habt, immer her damit!



Weihnachtsgeschenke {DIY mit dem Plotter}

Vor einem Jahr beim Weihnachtsgeschenke einpacken, hab ich mir wirklich einen Plotter gewünscht und hatte viele Ideen, wie ich ihn, wenn ich denn einen hätte, einsetzen würde. Ohne zu wissen, dass dieser ein paar Tage später unter dem Weihnachtsbaum stehen würde. Als ich ihn dann hatte, war klar, dieses Jahr wird er genutzt! Und so wurde an Weihnachten nicht nur was Wärmendes für die Füße (nämlich diese Wärmflaschenhülle mit Handlettering Plot) an Freunde und Verwandte verschenkt, sondern auch was Wärmendes für Bauch und Seele, hübsch verpackt dank Plotter.

Schon seit einigen Jahren verschenken wir selbst gemachte indische Currypaste (jedes Jahr aufs Neue, nachdem sie so gut ankommt) und andere Kleinigkeiten aus der Küche. Bisher war mir das nicht wichtig auf dem Blog zu zeigen. Aber dieses Jahr hat mir die Dekoration, die ich mit meinem Plotter gemacht habe, so gut gefallen, dass es einfach hier mit dazu musste.

Ich wollte schon immer mal Backmischungen in der Flasche (nach diesem Rezept) ausprobieren – die sehen immer so hübsch aus, im Regal - und so schwer kann es ja nicht sein, das selbst zu machen, statt 15 Euro in einem schicken Laden dafür auszugeben. Joah. Man muss sich schon etwas Mühe geben, damit alles so „sitzt“, wie es soll. Nach jeder Schicht sollte man die Flasche auf den Tisch klopfen, damit sich die Zutat einigermaßen grade hinlegt. Und wenn man z.B. Nüsse auf Mehl schichtet, sollte man nicht klopfen. Sonst rutschen die ins Mehl hinein und die Flasche ist nicht mehr voll. Die Flasche umschmeißen (oder auch nur hinlegen) ist auch kein gute Idee, kann ich aus Erfahrung sagen ;-).
 
Wichtig ist ebenfalls: die Nüsse nicht selbst hacken, sondern schon gehackte oder ganze Nüsse verwenden. Besonders Erdnüsse werden durch das enthaltene Öl feucht, wenn man sie hackt und können schimmeln, wenn man sie zu lange aufbewahrt. Was bei einer so hübschen Flasche ja durchaus mal passieren kann (das aufbewahren, nicht das schimmeln).
 



Delari Bag #2

Ich glaube es gibt kein anderes Nähwerk von mir, was jemals so viel von mir benutzt oder getragen wurde, wie die Delari Bag Nr 1, die ich letztes Jahr genäht habe. Ich hab sie wirklich JEDEN Tag dabei und weiß schon gar nicht mehr, wie ich davor ohne Rucksack leben konnte. Es ist so viel praktischer wie jede Umhängetasche, wenn man immer die Hände frei hat und nichts irgendwo rumschlenkert.

Was war also der logische nächste Schritt? Klar, noch ein Rucksack. Als das Schnittmuster für die delari_bag#2 heraus kam, war ich im ersten Moment angetan, aber nicht wirklich überwältigt. Aber ist ja irgendwie klar: Die delari_bag#1 zu übertrumpfen wäre auch so gut wie unmöglich gewesen, die Messlatte war einfach zu hoch. Aber trotzdem hat mich das Design (und die Designbeispiele, z.B. hier und hier) überzeugt. Vor allem, nachdem ich auf dem Stoffmarkt schönes Leder dafür gefunden hatte, konnte ich mir meinen neuen kleinen Rucksack immer besser vorstellen.

Aber lustigerweise ging es nicht nur mir so. Schon als ich die ersten Handyfotos an Freundinnen geschickt habe, kam als erste Reaktion: „Schön, aber der Erste gefällt mir besser“. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn für mich sind es zwei komplett unterschiedliche Rucksäcke, die man nicht vergleichen kann, denn sie haben einen unterschiedlichem Zweck. Der neue wäre gar keine Option für einen Rucksack für den tagtäglichen Gebrauch, dafür ist er zu klein. Es passt grade mal mein Geldbeutel, ein kleines Täschchen mit Krimskrams, ein Cardigan und ein Buch rein. Zumindest in die Mini Variante, die ich genäht habe. Aber genau das hat mir gefehlt. Der große war oftmals überdimensioniert, wenn ich nur mal schnell in die Stadt bin und ich hab doch wieder zu einer kleinen Handtasche gegriffen.



Aber genug mit den Rationalisierungen, warum ich diesen Rucksack brauchen kann – ich hab ihn genäht, ganz einfach weil ich Bock drauf hatte. Schon beim Ersten hatte ich wirklich viel Spaß beim Nähen, und das war auch dieses Mal wieder so.


Wärmflaschenhülle mit Hand Lettering

Life is better with warm feet – ein Statement das ich absolut unterschreiben kann! Als chronisch von eiskalten Füßen Geplagte, wird bei mir die Wämflasche (oft mehrmals) täglich befüllt. Und weil ich (natürlich ;-) ) das Leben von allen um mich herum verbessern will, gabs die Hüllen samt Flasche dieses Jahr für Freunde und Verwandte zu Weihnachten. Die Idee kam mir (wie immer bei den besten Ideen) erst kurz vor knapp.
 

Irgendwo im hintersten Winkel meines Gedächtnisses hat sich die coole Wärmflasche von Schönste Bastelzeit eingespeichert, mit dem tollen Plot Freebie von Miri-D. Die hab ich vor Ewigkeiten auf Instagram gesehen und wollte sie UUUNBEDINGT nachnähen – schon alleine, weil auf meiner eigenen immer noch die gammlige Kaufhülle drauf war.

Nachdem der Entschluss gefasst war (2 Tage vor Weihnachten und mit gefühlt Null Nähzeit vor Heiligabend) war der Ablauf ungefähr so: