15 Blackwood Cardigan


Einen schlichten Cardigan zu nähen, dürfte ja nicht so schwierig sein, oder? Solange man keine Ansprüche hat, wie ich: Er soll natürlich mindestens genauso schön fallen, wie ein gekaufter. Er soll die Silhouette betonen und nicht wie an Sack an mir hängen („Boxy“ hab ich immer noch nicht für mich entdeckt). Er soll (natürlich) nicht selbst genäht aussehen – was bei Strickstoffen entsprechend schwierig ist, denn die industriell gefertigten Strickkanten kann man schwer nachmachen.

Aber es gibt ein Schnittmuster, dass all meine Ansprüche (schon fast über-) erfüllt: den Blackwood Cardigan von Helens Closet. Ich hab mir vor kurzem mal wieder vorgenommen, mich mehr von der Schwarmintelligenz leiten zu lassen: gibt es viele Nähbeispiele, die an vielen gut aussehen, dann bin ich motivierter es zu wagen (ok, lassen wir die Kaneel Lederjacke mal außen vor, da war genau das Gegenteil der Fall). Jedenfalls gibt es vom Blackwood Cardigan eine MENGE! In unterschiedlichsten Stoffen an unterschiedlichsten Figuren. Und eins haben sie alle gemeinsam: Es sieht einfach gut aus!





2 Kuscheldrache Ida {Gastpost}

Heute gibt’s mal etwas ganz Neues. Von jemand ganz Neuem, haha. Meine Mama hat euch ja schon ein paar Mal hier ihre Nähwerke gezeigt (hier geht’s zu allen Gastposts) und ihre Schwester steht ihr da in nichts nach: Susi hat diesen super süßen Drachen genäht und da wusste ich, es ist mal wieder Zeit für einen Gastpost, auch weil Kuscheltiere hier noch gar nicht vertreten sind.
Es ist echt super, wenn die ganze Familie Spaß am Nähen und Selbermachen hat, bei jedem Familientreffen kann man sich erstmal über die neu entstandenen Werke austauschen, das ist wirklich toll. Und nun übergebe ich an Susi und ihren süßen Gefährten.
 


Normalerweise stricke ich ja lieber. Ich habe leider kein so liebevoll ausgestattetes Nähzimmer wie Nina. Ja darauf bin ich schon etwas neidisch. Nicht weil ich es ihr nicht gönne, im Gegenteil! Aber so ein tolles Nähzimmer wäre auch was für mich. Ich muss die Maschine immer wieder abbauen, wenn wir essen wollen. Das Strickzeug legt man einfach zur Seite und gut ist. Im letzten Jahr sind so 5 Strickjacken entstanden. Für meine Schulter eindeutig zu viel. Sie streikt und schmerzt und der Arzt hat mir Strickverbot erteilt :-(. Da hab ich mich wieder daran erinnert, dass ich ja noch nähen kann :-).












5 GoPro Case

Manchmal bin ich echt unbelehrbar und lass mich von einem DIY, das ich mir in den Kopf gesetzt habe, nicht abbringen. Auch wenn mich 3 verschiedene Familienmitglieder versuchen davon zu überzeugen es nicht zu tun und stattdessen einfach zu kaufen. So auch vor kurzem, als ich mir vorgenommen habe für unsere neu erstandene GoPro Kamera ein Case für den Transport zu nähen.


Wir haben zusätzlich zur Kamera einiges Zubehör gekauft und schon als wir das erste Mal übers Wochenende unterwegs waren, hat es mich gestört, dass ich keinen Überblick hatte, ob alles dabei ist und dass die Kamera so ungeschützt rumlag. Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass sie verloren geht, so klein wie sie ist.

Da hab ich mich erstmal informiert, was für Aufbewahrungsmöglichkeiten es gibt und klar, man kann da einiges kaufen, schicke Köfferchen mit perfekt ausgestanztem Formschaum. Ist aber vielleicht nicht ganz so aufgeteilt, wie man es sich vorstellt und ganz günstig ist es auch nicht. Klar, dass da vor meinem inneren Auge Barney erschien und verkündete: "Challenge accepted!". Ich hab mich schon das perfekte Case nähen sehen.


32 Kaneel Lederjacke

(Please scroll down for the english version of this post.) Falls ihr euch grade fragt, was ich auf diesen Fotos selbst genäht habe – ja, ich kanns auch immer noch kaum glauben – es ist tatsächlich die Lederjacke! (Und um genau zu sein, auch das graue Shirt...).Ich glaube, als ich vor ziemlich genau 4 Jahren angefangen habe Kleidung selbst zu nähen, hätte ich es wohl wirklich nicht für möglich gehalten, dass ich mal eine richtige Jacke, geschweige denn eine Lederjacke nähe. Jacken sind ein bisschen meine Leidenschaft (Parka, Jacke, Anorak), und bei den meisten habe ich euch erzählt, so schwer ist es gar nicht, auch Anfänger sollen sich ruhig mal dran probieren.
Hier werde ich das nicht so leichtfertig tun, denn dieses Mammutprojekt hat mich vor einige Herausforderungen gestellt. Und ich habe wirklich viel Mut gebraucht überhaupt erst anzufangen. Aber das Design der Jacke und die Tatsache, dass ich nun schon ein paar Sachen aus Leder genäht habe (Rucksack 1 und Rucksack 2) hat mich dann doch überzeugt. Ich will euch auch gar nicht den Mut nehmen, denn die Jacke ist absolut machbar. Man sollte nur vorher vielleicht schon eine Jacke genäht haben (die Jacke Joy kann ich sehr für das erste Mal empfehlen) und schonmal Leder unter der Nadel gehabt haben, aber das trifft ja zum Glück auf viele unter uns zu.


Ich werde gleich eintauchen in den aufregenden Nähprozess, den ich für alle Interessierten sehr ausführlich beschreibe, aber zuerst einmal die wichtigsten Infos.


6 Jogginghose Mira {La Maison Victor}

Wie sieht bei euch ein ganz normaler Samstag nachmittag aus? Bei uns offensichtlich so: Familienausflug von Familie Kadisch zur Straßenbahnunterführung, wo Frau Kadisch ohne Hemmungen ihr T-Shirt hebt um die Paspel am Popo zu präsentieren. Ok, ich muss zugeben, dieses Mal hab ich mich schon echt dämlich gefühlt, wie ich da in meiner Jogginghose (die eigentlich von Anfang an nur für Zuhause gedacht war) in der gut besuchten Unterführung rumgehüpft bin. Aber immerhin war ich in bester Gesellschaft (in diesem Teil von Freiburg ist es nicht unüblich die Jugend in Jogginghose und mit Handymucke anzutreffen), aber wohl gefühlt habe ich mich nicht wirklich. Umso wohler fühle ich mich aber in meiner neuen Hose zuhause auf der Couch, denn das ist ihre natürliche Umgebung.

Der Schnitt ist aus der La Maison Victor, heißt Mira und gibt es auch als PDF Schnittmuster. Eigentlich ist Mira eine „schicke“ Jogginghose, die man auch draußen anziehen können soll. Tja, da bin ich definitiv nicht dafür gemacht, wie unser kleines Fotoexperiment gezeigt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich keine Bluse und High Heels anhabe und meine Mira, im Gegensatz zum Original keine schicken zweiseitigen Paspeltaschen und keinen breiten Bund hat.
Man muss dazu sagen: Ich hab mich super motiviert an die Paspeltaschen gemacht, aber da war der Wurm drin. Erinnerung an mich selbst: Filigrane Paspeltaschen mit 0,5 cm breiter Paspel NICHT aus kuscheligem Sweat (von Unistoffe) und Ponte di Roma nähen!





10 Basic Shirt in Beige mit Bandeinfasser

Dieses Basic Shirt habe ich laaaaange gesucht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich hatte nämlich mal ein tolles beigefarbenes Kauf-Shirt, das ich ständig anhatte. Dann ist es vor 2 Jahren einfach verschwunden, und es hat mir so gefehlt. Es hatte zwar einen höheren Ausschnitt als dieses hier, aber die Farbe war richtig toll und super zum kombinieren. Ich hab nie wieder ein Ähnliches gefunden - was sich bescheuert anhört, denn es ist ja nur ein beiges Shirt, aber beige ist leider nicht gleich beige und mein Hautton ist da sehr empfindlich. Wenn es nicht die richtige Art von beige ist, dann steht es mir einfach nicht.
Schon letztes Jahr wollte ich bei Beige von #12coloursofhandmadefashion mitmachen (übrigens eine der wenigen Aktionen bei denen ich oft dabei war, vor allem weil sie monatliche Challenges bot und ziemlich offen gehalten war), aber hatte nicht den richtigen Jersey. Bei Senci in Baden-Baden haben sie den tollen Swafing Jersey Jaro, den es übrigens in unglaublich vielen schönen melierten Farben gibt – allein 5 Grautöne sind dabei, ist das nicht super? Und Ökotex ist er auch noch (nein, das ist kein gesponserter Post, ich find den einfach gut).
 

Ihr seht, schon alleine die Farbe von meinem neuen Shirt freut mich wahnsinnig. Und was genau so gut ist: die Ausschnittversäuberung. Sieht das nicht perfekt aus und wie gekauft? Und es ging sooo schnell und einfach. Was daran liegt, dass ich ENDLICH meinen Bandeinfasser von Nahttechnik für meine Janome Cover an einem richtigen Kleidungsstück ausprobiert hab und nicht nur an Stoffschnipseln.



8 Jacke Mona #2 {La Maison Victor}


Gut, dass mein neues Jäckchen aus Wolle ist! Die Fotos zu machen war dadurch zum Glück nicht ganz so kalt. Hab ich mir zumindest eingeredet, haha. Aber was sein muss, muss sein, schwarz zu fotografieren ist ja nie ein Spaß.
Und wenns neblig ist, ist es immerhin ein bisschen einfacher durch das diffuse Licht. Aber ich denke, ihr werdet zum Glück ganz gut erkennen, was für eine coole Struktur dieser Bouclé-artige Stoff hat. Er ist von der Firma Zuleeg, online finde ich ihn aber leider nicht mehr. Der Schnitt hatte sich ja bewährt, nur der Stoff des letzten (ihr erinnert euch: geniale Korall Farbe, aber mir leider etwas zu kratzig) hat dazu geführt, dass ich das gute Stück nie getragen habe. Ich wollte es aber unbedingt nochmal versuchen, vor allem, weil die Jacke wirklich super schnell genäht ist. Zum Glück war bei meinen Stoffproben von der letzten Zuleeg Bestellung noch ein passender Kandidat für Modell Nummer 2 dabei und mir war klar, schwarz ist zwar nicht so auffällig, aber dafür super kombinierbar. Und jetzt kommts: Ich hab tatsächlich nur einen Tag für die Jacke gebraucht. Das ist ja nicht mal so weltbewegend. ABER: Ich hab an dem Tag auch noch 6 h gearbeitet und war 2 h beim Arzt. SO schnell geht die. Und jetzt seid ihr bestimmt gespannt: Ist sie denn dieses Mal besser geworden als das Vorgängermodell?